326 Dampf.
condensirt sicli der Dampf, der Embolus wird durch die at-mosphärische Luft niedergedrückt, und das gebildete Wasserläuft durch die Oeffnung des Hahns ab, worauf der Proccfs vonNeuem beginnen kann. Man sieht leicht, dafs hiermit das Spielder atmosphärischen Dampfmaschinen im Kleinen nachgebikletwerden sollte. Die Oeffnung R war bestimmt, den Digestormit Wasser zu füllen, worauf sie entweder mit einem Sicher- !heitsventile, (einem Kegelventile mit Hebelarme) oder mit der IRohre R S 0 zugeschroben wurde, vermittelst welcher der Ap-parat durch Anwendung einer Luftpumpe evaeuirt werdenkonnte. In der dritten Oeffnung des Deckels war das Thermo-meter T T, dessen Kugel 4 Z. tief unter denselben hinabreichte,in der vierten die 110 Z. lange, oben verschlossene MefsröhreK Q, welche eben wie die Thermometerrühre in ihre Fassungmit Mennig und dick eingekochtem Leinöle eingekiltet war.Dieser nämliche Kitt, nachdem noch etwas Rleiweifs zugesetztworden, diente zum Verstreichen der Fugen. Das untere EndeFig. der Röhre war in das eiserne Geläfs P gesenkt, welches einehinlängliche Menge Quecksilber fafste, um die ganze Röhre da-mit zu füllen, von unten in den Deckel d d eingelassen war,vermittelst der Oeffnung e mit dem Dampfe im Digestor com-municirte, vermittelst der Röhre b aber mit der äufsercu Luft,indem das , aus der fünften Oeffnung des Deckels tretende Endedieser letzteren durch den Hahn H geöffnet oder verschlossenwerden konnte, um die Luft oder die zu stark erhitzten Dämpfeentweichen zu lassen oder abzusperren. Bei den Versuchenselbst ist es vor allen Ringen nothwendig, das Feuer sehr zumäfsigen, weil sonst die Elasticität der Dämpfe dem Thermo-meter vorauseilt, auch müssen die Ventile genau scliliefsen,indem beim Entweichen von etwas Dampf die Elasticiüiten zugeringe gefunden werden. Aufserdem wandten die Experimen-tatoren auch noch das zweckdienliche MiLtel an, dafs sie dasFeuer dämpften, und die Versuche bei abnehmender Wärmewiederholten. Einige Resultate dieser genauen Versuche 1 nachder lleduction von Kaemtz enthält die folgende Tafel, nämlich
l Da sie mit den durch Schmidt gefundenen so genau übereinstim-men , so ist es überflüssig, mehrere herzusetzen.