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2 (1826) C und D
Entstehung
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Camera obscura. Capillarität.

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Zeichnung einer Landschaft oder anderer Gegenstände. Sie istes noch in den, auch nicht seltenen Fällen, wo man die Ent-wertung gröfser haben will, als das neue Instrument sie liefert.Ihr wichtigster Nutzen aber für den Künstler besteht darin,dafs sie ihm die schönsten Vorbilder für das Colorit seiner Land-schaft liefert.

Die Camera clara ist von dem unter Fig. 17. beschrie-benen Apparat dadurch verschieden, dafs man statt des matt-geschliffenen Planglases eine grofse Glaslinse von nicht garlanger Brennweite anbringt, auf welcher das Bild sich mitscharfen Umrissen und lebhafter Färbung zeigt. Man erhälthierdurch eigentlich ein astronomisches Fernrohr aus zwei Con-vex-Gläsern, dessen Axe in der Mitte durch den schräg liegen-den Spiegelgebrochen ist, und der Beobachter sieht alsdann nichtdie Entwertung des Bildes, sondern das Bild selbst. Das Augesteht hiebei in einiger Entfernung vor der Linse, und mufs durchSeitenwände gegen allzustarkes äufseresLicht geschützt werden.Ein gewisser Stokek in England bringt noch über der Glaslinse diemattgeschliffenc Glastafel an, auf welcher das Bild sich schär-fer als bei der Camera obscura zeigen soll. }£,

C apillarität«

Capillar-Anzieliung, Capillar-Attractiou,Haarrölirclien-Anzieliung; Attractio capilla-ris. , Capillarite, Attraction capillaire ; capillary at-tractiori or attraction of capillary tubes. Dieser ent-gegengesetzt ist die Capillar-Depression, Haarröhrchen-Abstofsung; Depressio capillaris ; Depression capil-laire; capillary depressiori. Unter jener versteht mandie Erscheinung, dafs Flüssigkeiten in engen Röhren, welchevon ihnen benetzt werden, über ihr Niveau aufsteigen, unterdieser, dafs sie unter dasselbe hinabsinken, wenn sie die Ober-fläche des Haarrörchens nicht benetzen.

Die Erscheinung selbst ist so oft und so allgemein vorkom-mend, dafs sie schon in den ältesten Zeiten beobachtet werdenmufste, und als den Gesetzen der Natur zuwider von den Phy-sikern sehr aufmerksam in nähere Betrachtung gezogen wurde.Zuerst soll Franciscus Aggiunti, Leibarzt des Grofsherzogs von

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