C a 1 i b e r.
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bildet. Mifst man daher dic Länge des Cylinders bis an denAnläng dieser Halbkugel an beiden Enden und nennt diese Län-ge 1', die Höhe der einen Halbkugel aber X, so ist nach dem be-kannten Verhältnisse der Kugel zum Cylinder 1 = (f -j- y A)welches in die Eormel aufgenonnnen den corrigirLcn Werth vonr giebt, und wobei die Richtigkeit der Messung danach geprüftwerden kann, dafs die hieraus gefundene Grüfse von r nichtmerklich von § l abweichen darf. WollLc mau sich indcl's aufeine solche Messung nicht verlassen, so wäre zuvörderst ausder gemessenen ganzen Säule nach der oben gegebenen Eormelder uueorrigirte Werth von r zu suchen , und indem man danndie corrigirte Länge der Säule 1' = (1 — f r) aufs neue in dieEormel einfiihrte und abermals rechnete, der corrigirte Werthvon r zu finden.
2. Unter Calibriren, hauptsächlich der Glasröhren, ver-steh L man zweitens gleichfalls sehr häufig die Untersuchung,ob das Galiber oder die Weite der Röhre in der ganzen Längedes zum Gebrauche bestimmten Theiles gleich sey. Es ist diesesin allen denjenigenEällen durchaus noLlnvendig, worin die Ver-mehrung oder Verminderung eines gegebenen Körpers nach derLänge des Cylinders gemessen werden soll , welchen er in derRöhre bildet, z. B. bei Thermometern, Eudiometern u. dgl. Daszweckmäßigste und wohl einzige Mittel hierzu ist, in diezucali-brirende Röhre einen Cylinder von Quecksilber zu bringen,welches die Wände nicht benetzt, und daher bei seiner Bewe-gung in der Röhre von seiner Masse durch Adhäsion nichts ver-liert, und zu versuchen, ob die Länge desselben überall gleichbleib t. Man kann diesen Versuch auf zweierlei Weise anstelle»,entweder indem man wiederholt gleiche Massen Quecksilber indie zu calibrirende Röhre giefst, und durch Messung bestimmt,ob eine jede darin einen Cylinder von gleicher Länge bildet, inwelchem Falle auch das Caliber gleich ist, oder indem man dienämliche Masse Quecksilber durch die ganze Länge der RöhreforLbewegt, und an jeder einzelnen Stelle mifst, ob sie allezeiteinen gleich langen Cylinder bildet. Das erstere Verfahren istmühsam und leicht unsicher, das zweite hauptsächlich beyengen Röhren leicht und sicher anwendbar; in beiden Fällenaber ist es überflüssig, auf die convexe Oberfläche des Queck-silbers Rücksicht zu nehmen, weil der hieraus erwachsene Ich-