Druckschrift 
1 (1928) 1389 - 1475
Entstehung
Seite
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Einleitung.

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Die Internationalität der Kölner Studentenschaft tritt oftmalssehr ausgeprägt vor Augen; auf einer einzigen Seite der Matrikeli. J. 1439 stehen nebeneinander Schotten, Dänen, Holländer, Belgier,Franzosen, Nord-, Süd- und Ostdeutsche. 1 ) Um die Wende zum16. Jhdt. ist ebenso ein starker Besuch aus den verschiedensten ent-fernten Gegenden zu verzeichnen. 2 ) Namentlich viele Mönche kamenaus dem entlegenen Ausland, aus Portugal, Spanien, Ungarn usw. 3 )Über Abgrenzung und Lage dieser Länder hatten die Rektoren undDekane oft nur unklare Vorstellungen. 4 )

In der Frühzeit der Universität traten vor allem die Nieder-länder in überwiegender Zahl auf 5 ), etwas später zahlreiche Schotten 6 )und Dänen. 7 ) Daß bis z. J. 1505 nur acht Hessen 8 ) in Köln im-matrikuliert gewesen sein sollen, stimmt ganz und gar nicht; dennaus der Diözese Mainz, die in der Hauptsache das hessische Gebietumfaßt, sind allein bis z. J. 1466 331 Studenten gekommen, d. i.2 1 j2 °/o der ganzen Studentenschaft. Aus Kassel allein stammten bisz. J. 1505 33 Studenten. Im 16. Jhdt. ist gelegentlich eine großeZuwanderung von Studenten aus dem französischen Sprachgebiet zubemerken 9 ); namentlich lassen sich viele Lothringer 10 ) immatriku-lieren. Daneben fällt die Zahl der Friesen 11 ) auf. Auch zog derName eines bekannten Professors Studenten aus seiner Heimat an. 12 )

') I Matr. S. 412.

2 ) z. B. i. J. 1496 (Rektorat 452).

3 ) Um die Mitte des 16. Jhdts. sind auch in Freiburg die Ausländer zahl-reich: Mayer 1 XXXIII.

4 ) 329,34 Joh.de Slesia (in Matrikel und Dekanatsbuch), de Ungaria (im Liberrec.). Daß die Lunder Diözese zu Dacia gerechnet wurde, ist selbstverständlich,jedoch nicht die finnische Diözese Wiborg (484, 70).

5 ) Vgl. die Tabelle in der ersten Auflage S. LXXIX mit der hohen Zahlvon Studenten aus dem Bistum Utrecht.

6 ) Neben Paris und Löwen genoß die Universität Köln für ihre schottischenStudenten Zollvorrechte in Brügge: Inv. des archives de la ville de Bruges I 6(Br. 1876), 39: 1470 April 1.

7 ) Diese bevorzugten die Montanerburse.

8 ) so Stölzel, Gelehrtes Richtertum I 119 auf Grund einer Mitteilungvon Ennen.

9 ) z. B. im Mai 1547 (Rekt. 631).

10 ) i. d. J. 1550-51 (Rekt. 645).

u ) z. B. 1551-52 (Rekt. 650. 654).

,2 ) z. B. viele Studenten aus dem fränkischen Bayern zur Zeit des m. Val.v. Geltersheim.