Druckschrift 
1 (1928) 1389 - 1475
Entstehung
Seite
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Einleitung.

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des Studierenden. 1 ) Gelegentlich wird sowohl für die Herkunft wiefür die Pfründe die Diözese angegeben. 2 )

Mehrfach erweisen sich die geographischen Kenntnisse desRektors als mangelhaft. 3 ) Auch begegnet in den Schreibungen derNamen viel Willkür. 4 ) Dagegen beweisen häufige Verbesserungendie Sorgfalt mancher Rektoren. 5 )

Wenn der Zusatz diocesis (d.) fehlt, so ist als Herkunftsort derBischofssitz selbst anzusehen; ein clericus Coloniensis ist nach demSprachgebrauche der Matrikel durchweg ein Kölner. Dabei ist zubeachten, daß in der Vladislaviensis diocesis Danzig als Hauptortgalt und daher die Vladislavienses einfach als Danziger anzusehensind. Dieser Sprachgebrauch ist durchaus evident, wird gelegentlichnoch ausdrücklich durch Streichung des überflüssigerweise gesetztendiocesis erwiesen. 0 ) Bei einzelnen nachlässigen Rektoren 7 ) ist leiderdie Bezeichnung diocesis überhaupt weggelassen, wodurch eine Un-deutlichkeit entsteht. 'De bezeichnet selbstverständlich in der Regelnur die Heimat, oder oft auch den Familiennamen, welcher derursprünglichen Heimat entlehnt ist. 8 ) Ganz vereinzelt bezeichnet 'de 5auch den Studienort, mit welchem der Immatrikulierte durch langenAufenthalt und Lehrtätigkeit enge verknüpft war. 9 ) Monasteriumohne Zusatz ist regelmäßig Münster i. W., sehr selten Münstereifel 10 )

D Das Gegenteil wird einmal ausdrücklich hervorgehoben, 130, 27: rationebeneficii d. Cam., ratione originis Leod.

2 ) 309, 13 Mainz und Trier; 550, 56 Köln und Reval.

3 ) Derselbe Rektor verlegt 481, 13 Mindelheim in die Mainzer Diözese,19 Boisward ebenso, 51 Middelburg in die Lütticher Diözese. Sein Vorgängerhält Mastricht für eine Diözese (Traiectum sup. eiusdem dioc.: 480, 75); Landshutverlegt er einmal in die Regensburger (423, 20), ein ander Mal in die SalzburgerDiözese (424, 28); das erste Mal schreibt er den Namen Lansgoet, das zweiteMal Lanshiet.

J ) z. B. 489, 15 Wyrsbipol. = Würzburg; 516, 99 Chermershevm; 515, 15Avenensis = Hafnensis = Kopenhagen. Dieselben Fehler begegnen auch inanderen Matrikeln, z. B. in Freiburg, werden aber hier von Mayer (1, LXIII Anm.)nicht dem Rektor zur Last gelegt, eher dem Bedellen. Für Köln trifft das jeden-falls nicht zu.

s ) 3 2 9 > 33 Rosschild, d. über durchstr. Othon.; 336, 51 Trev. statt Col.:347 47 Leod. statt Col., ebenso bei Venroid 366, 77; doch schreibt derselbeRektor Venloe, Col. d. (366, 41. 42) statt Leod.; 522, 62 Trev. statt Trai.; 551,16 Leod. statt Cam.

6 ) z. B. 129, 11; 130, 28.

7 ) z. B. im 195. Rektorat.

8 ) Auch in der Freiburger Matrikel dient als Heimatsangabe meist der Ge-burtsort, manchmal der Wohnort der Eltern, oft der Name des größeren Ortesoder der Nachbarstadt. In der Zeit des Humanismus treten lateinische Namenauf: Mayer 1 LXX 1 X-LXXXII.

°) z. B. der Professor Thomas Lyel de Parisius (291, 66), statt de Scotia,wie er sonst nach seiner Heimat schlechtweg genannt wird.

I0 ) so 198, 47, wie aus späterer Erwähnung hervorgeht.