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Nachtr. 2 (1841)
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chen aber eben so sehr die bisherigen vielfachen Versuche, welche in allen Monaten des Jahresangestellt worden sind, als auch die Natur des Verfahrens selbst.

Die anderweitige Bemerkung, daß nämlich das Verhältniß zwischen den Resultaten desalten und neuen Verfahrens sich mit den Jahreszeiten ändern müsse, erscheint mehr begründet.Die auf diesen Punkt sich stützende Opposition hat aber in einem Vorschlage der Kommission,auf welchen ich später zurückkommen werde, ihren Halt verloren. Man darf also annehmen,daß die von Seiten der Moulinirer und Seidenproduzcnten gegen Einführung des Talabot'-schen Verfahrens erhobene Opposition, insoweit die Genauigkeit desselben bestritten wurde, durchdie Versuche des Monats August auf das vollständigste beseitigt worden ist.

!k. Nachtheilige Veränderung der Seide durch das absolute Austrocknen.

Die meisten Dcputirtcn wiederholten vor der Kommission die schon bei dem Ministeriumvorgebrachte Behauptung, die Seide erleide durch die absolute Austrocknung bei der über dieSiedhitze steigenden Temperatur (106 bis 108° E., oder 85 bis 88° R.) eine uachthcilige Ver-änderung. Es ist aus meinem früheren Berichte bekannt, daß die vielen sachkundigen Männer,welche den zahlreichen Versuchen der vorigen Jahre beigewohnt hatten, einstimmig bezeugten,daß die Seide durch die Austrocknung nicht im geringsten leide. Dirccte Versuche hatten aufdas überzeugendste nachgewiesen, daß wenigstens die hygroskopischen Eigenschaften der Seidedurch das Austrocknen nicht im mindesten verändert worden seien. Auf die Bemerkung derKommission, daß, wenn ans die Seide durch das absolute Austrocknen nachtheilig eingewirktwerde, dies durch die Fabrikanten, die mehr dabei bethciligt seien, als die Moulinirer, hättegerügt werden müssen, während von dieser Seite nie eine Klage dagegen erhoben worden sei,erwiderte der Deputirte Teraube: Vielleicht rühre das Ausbleiben solcher Klagen daher, weilnur kleine Massen Seide seien absolut ausgetrocknet worden; oder auch, weil vielleicht die Fa-brikanten in dem aus der größern Strenge des neuen Verfahrens hervorgehenden Vortheileeine hinlängliche Entschädigung für die Entwcrthung der wenigen Stränge Seide gefundenhätten.

Es blieb also kein anderer Ausweg übrig, als die Deputirtcn durch dirccte Versuche vonihrer irrigen Ansicht abzubringen, zu welchem Ende von denselben die folgenden Versuche ge-fordert und vor ihren Augen ausgeführt wurden. Die ersten drei Deputirtcn, welche vor derKommission erschienen, wovon zwei aus Privas, der dritte der Director der öffentlichen Condi-tion in St. Eticnne war, erklärten, bevor noch Versuche angestellt worden waren, daß sie derMeinung über die schädliche Einwirkung des absoluten Austrockncns auf die Seide entsagten.Nachdem die beiden Deputirtcn von Privas später die absolut ausgetrockneten Probestränge un-tersucht hatten, erklärten sie nochmals zu Protokoll, daß die Seide keine nachtheilige Veränderungerlitten habe.

Am 11. August erklärten sich Teraube und Guörin, Deputirte von Privas, für überzeugt,daß die Seide bei Anwendung des neuen Verfahrens leide. Es wurde bestimmt, daß aus einemBallen Organsine, der zur Untersuchung des Conditionsgewichts nach beiden Verfahrungsarten