12
vom ersten,
vom zweiten Valien.
nach dem ersten Versuch» » zweiten »
67,219 Kilogr.67,221 ->
/
83,437 Kilogr.83,283 »84,551 »84,360 »0,077 »
durch die öffentliche Condition — 67,590 »
Mittel aus den beiden ersten Versuchen — 67,220 »
Abweichung vom Mitteloder in Procentcn . . .
0,088 Procent
also —
Nachdem diese von den Dcputirtcn selbst angeordneten und in ihrer beständigen Gegenwartangestellten Versuche abgeschlossen waren, erklärten sie einstimmig zu Protokoll, daß sie das neueVerfahren jetzt für genau erachteten, jedoch unter der Voraussetzung, daß die Auswahl der Pro-bestränge stets mit so großer Sorgfalt geschehe, als sie vor ihren Augen ausgeführt worden sei.
Es läßt sich allerdings nicht verkennen, daß, wenn man voraussetzen dürfte, es könne einunredlicher Beamter im Solde eines unredlichen Scidenhändlers stehen, und dieser die Auswahlder Probestränge zu besorgen haben, mehrere Wege denkbar sind, aus denen bei dem neuen Ver-fahren ein bedeutender Betrug Statt finden könnte. Aber das ältere Verfahren schützt unter sol-chen Voraussetzungen eben so wenig vor Betrug, und in der für den Director und seine Gehül-st» aufzustellenden Dicnstinstrnction sollten solche Fälle die aufmerksamste Beachtung finden.
Der Dcputirte Ganchcrand von Privas, von wo überhaupt die stärkste und hartnäckigsteOpposition gegen die Einführung des neuen Verfahrens scheint ausgegangen zu sein, erklärte dieim Laufe des Monats August ausgeführten Versuche zwar als überzeugende Beweise für die Ge-nauigkeit des neuen Verfahrens; aber er stellte in Zweifel, ob sich dieser Beweis erfahrungsmä-ßig für alle Monate des Jahres ergeben werde. Man entgegnete ihm von Seiten der Kom-mission, daß dieser Beweis in den vom 5. November 1838 bis zum 12. Juli 1839 ausgeführ-ten Versuchen geliefert worden sei. Gaucherand entgegnete, daß diese Versuche mit den dies-jährigen nicht in Parallele gestellt werden dürften, da sie nicht contradictorisch ausgeführt wor-den seien. Die Deputirtcn Champanhet und Jtty schloffen sich diesen Ansichten an; manmeinte, es müßten neue Versuche in den drei noch übrigen Jahreszeiten angestellt werden. Nachmehreren Erörterungen beschränkte man die Forderung auf die Anstellung von Versuchen in denletztem beiden Wochen im nächsten November und Dezember; man würde erst durch diese Ver-suche über die Abweichungen in den Resultaten des alten und neuen Verfahrens urtheilen können.
Der Präsident erklärte im Namen der Kommission, sie halte die geforderten Versuche fürunnöthig; auch könne sie sich nach dem ministeriellen Reskript nicht für ermächtigt erachten, diegeforderten Versuche anzuordnen, da dasselbe ausdrücklich für die laufenden Verhandlungen den30. August als Endtermin festsetze.
Es ist nicht einzusehen, wie die Jahreszeiten auf die Genauigkeit des Talabot'schcn Ver-fahrens einwirken können, wenn man nicht annehmen will, daß die Ungleichheiten in der Ver-keilung der Feuchtigkeit in den Seidenballcn mit den Jahreszeiten sich dergestalt ändern, daß da-durch die Genauigkeit des Verfahrens beeinträchtigt werde. Gegen eine solche Veränderung spre-