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mit ihren Vermögensumständen unzufrieden zu sein,während man selbst unaufhörlich bemüht ist, dieseinigen zu verbessern, und das oft durch Mittel,die man sie tadelt zu ergreifen, diese Aufrichtigkeithat etwas Bewunderungswürdiges in der Einfaltihrer Selbstsucht.
117.
Obschvn mau sich unaufhörlich über die Unge-wißheit beklagt, so ist sie doch, wenn sie uns Guteserwarten läßt, mehr werth, als die Gewißheit,die uns die Möglichkeit benimmt, an dem Uebelzu zweifeln. Erst, wenn wir sie verloren haben,fühlen wir ihren ganzen Werth.
118.
Es tritt in einer langen Existenz ein grausamerMoment ein, welchen man den ersten des Todesnennen könnte; es ist der, wo wir, nachdem wireinen nach dem andern diejenigen haben verschwin-den sehen, welche Zeugen unseres Lebens waren,welche wir liebten, welche uns liebten, welche imStande waren, uns zu würdigen, unsere Gedankenund Gesinnungen zu verstehen, mit einem Malegewahr werden, daß wir allein sind im Leben, und