Druckschrift 
2 (1793)
Entstehung
Seite
286
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28.6

2) dafür sorgen, daß man an ihr nicht zustumpfe oder spitze Winkel crhalt. Oft laßtsich aber wegen der unbequemen Lage der Ge-gend/ keine Standlinie unmittelbar mes-sen, die den erwähnten Bedingungen ein Ge-nüge leistet. Wie wird man also bey solchenUmstanden verfahren?

Es sey Tig. XTIII. die auSzumessendeEntfernung; die Gegend verstatte es nicht,eine größere und bequemere Standlinie, als dieLI), unmittelbar zu messen. Da nun LOso liegt, daß z. E. bey O ein paar sehr stumpfeWinkel LO^, LDL, vorkommen, und diesesder Richtigkeit, in Bestimmung der Weitenachthcilig ist, so wähle man eine andereStandlinie LT, wenn man sie gleich nichtunmittelbar messen kan, und nehme sie voneiner solchen Größe und Lage, wie nach denvorhergehenden Bedingungen erfordert wird.Da man sie aber nicht unmittelbar messen kan,so bediene man sich der erstern StandlinieLO, und bestimme aus ihr PK zweyre LT;hier würde man also z. E. bey L, O, diebeydcn Winkel OLT, LOT, messen, und indem Dreyccke LOT, aus den erwähnten Win-keln, und der unmittelbar gemessenen LO, dieneue Standlinie LT berechnen. Dieser Stand-linie LT bediene man sich nun zur Bestimmungder Weite ^Vö, indem man an ihr die WinkelHLö, ^VLT, LTH., LTö misset w., so wird

man