Druckschrift 
2 (1793)
Entstehung
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VIII. Ein anderes sehr gutes Verfahren ist,daß man (nach dem Vorschlage Hrn. Hofr.Lichtenbergs im gotting. Taschen ka-lender 1789. S. 138) Linien vermittelst derDämpfe der Flußspatsaure in das Glas atzt.Die Handgriffe dazu sind folgende.

Erstlich reinigt man das Glas, worauf dieLinien geätzt werden sollen, mir einer Auflösungeines Laugensalzes, oder mit derfenigen Flüs-sigkeit , welche man in den Aporhccken unterdem Nahmen des Weinsteinöles (oleum l^r-tN-i per äeliguium) bekömmt, und trocknet esmit einem Stückgen reiner Leinwand ab. Nunüberzieht man es ganz dünne und gleichförmig mitdem gewöhnlichen Ac'zgrunde der Kupferstecher,welcher aus 2 Theilen (dem Gewicht nach)weisem Wachse, 1 Theile Mastix, 4 TheileIudcnpech, und etwas wenigen (ohngefahr )vcnckianischcn Terpentin, in einem reinen irde-nen Topfgcn zusammengeschmolzen wird. Mangießt die zusammengeschmolzene Masse nochHeiß in kaltes Waffer, damit sie gestehe, nimmtsie alsdann noch etwas warm aus dem Was-ser , formt sie in eine Kugel, und fasset siein ein Stückgen Tastet. Soll nun das Glasmit diesem Grunde überzogen werden, so er-hitzt man es über Kohlen (doch nicht so sehr,daß der aufzutragende Aetzgrund Bläßgen be,kommen würde), und fahrt nun mit der indem Tastet befindlichen Masse über das Glas

her,