Druckschrift 
Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
Entstehung
Seite
194
Einzelbild herunterladen
 

1!)4 Sonntag 49.

Menschen nnserin eigenen Willen absagen, und deinemallein guten Willen, ohne alles Widersprechen, gehorchen,daß also Jedermann sein Amt und Berns so willig undtreulich ausrichte, wie die Engel im Himmel.

^ Dieser Sonntag gibt uns die Auslegung der drittenBitte:Dein Wille geschehe auf Erden, wie imHim mel."

Fr.124. Einen höchstvollkommencn Willen hat Gott, der nurimmer das Beste will. Den Willen Gottes kann mancinthcilcn in einen verborgenen und offen baren.Der verborgene Gvtteswille ist seine Bestimmung, seinWalten über uns in Leid und Freud. In Beziehung ansdiesen verborgenen Gottcswillen bitten wir in der dritteltBitte, daß dieser Wille an uns geschehen möge, und daßwir uns ihm mit Vertrauen, Geduld und Dankbarkeit un-terwerfen mögen. I. Sam. 3,18. (Siehe Sonnt. 10.)

Matth. 26, 39. Mein Vater, ist es nicht möglich, daß dieserKelch von mir gehe, ich trinke ihn denn; so geschehe Dein Wille.

Ephes. I, 55. Gott hat uns erwählet durch Christum, ehede r Welt Grund gcleget war, daß wir sollen sein heilig und un-sträflich vor ihm in der Liebe; und hat uns verordnet zur Kind-schaft gegen ihn selbst, durch Jesum Christ, nach dem Wohlge-fallen seines Willens.

Ephes. 1, lt. Gott wirket alle Dinge nach dem Rath seinesWillens.

1 Sam . 3, IS. Gott ist der Herr, er thue, was ihm wohlgefällt.

Der geoffenbarte Wille Gottes ist enthalten imG esetz und Evangelium, und er zerfällt in einen gesetz-gebenden und vollziehenden; letzterer in einen be-lohnenden und bestrafenden. (Fr. 52.)

Eine kurze Summa des durch Christum Jcsum voll-kommen gcoffcnbarten Gottcswillens steht:

Axostelg. 2, 38. Thut Buße, und lasse sich ein Jeglichertaufen auf den Namen Jesu Christi, zur Vergebung der Sünden ;so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes. I Thess.4, 3. Joh. 3, 3. 2öh. v, 39 40.

Nach seinem vollziehenden Willen wird Gott dasGute belohnen und das Böse bestrafen.