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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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165
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Frage 105, 106, 107.

schlagS, alS Neid, Haß, Zorn, Rachgierigkeit hasset, unddaß solches alles vor ihm ein heimlicher Tvdtschlag sei.

Frage ld7. Ist's aber damit genug, wenn wir unfernNächsten, wie gemeldet, nicht tödten'k

Antwort. Nein, denn indem Gott Neid, Haß undZorn verdammet, will er von uns haben, daß wir unfernNächsten lieben a!6 unS selbst, gegen ihn Geduld, Friede,Sanftmnlb, Barmherzigkeit und Freundlichkeit erzeigen,seinen Schaden, so viel uns möglich ist, abwenden, undauch unfern Feinden Gutcö thun.

Der Eatechismus erklärt in der 105ten und I06tcu 5

Frage das im sechsten Gebote Verbotene, in der 107tcnFrage das darin Gebotene.

Verboten ist im sechsten Gebote: Fr. 103

1. der vorsätzliche, gewaltsame Mord, sowohl an uns

selbst, als au Andern; Thiere dürfen wir zu un-ser m Nngen tobten, aber nicht martern; 1 Mos.0,2 3. Spr. 12, «0.

Zum Mörder können wir werden:u) durch uns selbst oder Andere;h) heimlich oder öffentlich;c) schnell oder langsam.

2. der Mord in Gedanken, Geberden und Worten, wie

Haß, Zorn, Rachgicr u. s. w.

3. das sich mutbwillig in Gefahr Begeben.

Der Herr verbietet darum so sehr den Tvdtschlag, »weil das N'beu das böelssle irdische Geschenk Gottes, dieBedingung aller übrigen irdischen Guter und die Vorbe-reituugSzeil für die Ewigkeit ist.

Es kann die Schuld nicht verringern, sondern nurvergrößern, wenn wir durch Andere oder langsameinen Mord begehen.

Zu dem Mord in Gedanken rechnet der CatechismuS