Sonntag 33. 135
die himmlische Gabe, und das gütige Wort GotteS, unddie Kräfte der zukünftigen Welt, werden wir durch dieKraft des heiligen Geistes wünschen, täglich mehr mitGott, dem höchsten Gute, in der Heiligung vereinigt zuwerden.
Titus 3, I —?. Wir waren auch weiland Unweise, Unge-horsame, Irrige, Dienende den Lüsten und mancherlei Wollüsten,und wandelten in Bosheit und Neid, und hasteten uns unterein-ander. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Got-tes, unsers Heilandes; nicht um der Werke willen der Gerechtig-keit, die wir gethan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeitmachte er uns selig, durch das Bad der Wiedergeburt und Erneue-rung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über unsreichlich durch Zesum Christum, unsern Heiland; auf daß wirdurch degelbigen Gnade gerecht, und Erben seien des ewigenLebens, nach der Hoffnung.
Diese Lust und Liebe zu allem Guten muß sich insott-derheit in guten Werken beurkunden.
Nur solche Werke können als gute Werke angesehen Fr. S1»werden, die
1. aus Glauben geschehen;
Romer 14, 23. Was nicht aus dem Glauben geht, das istSünde.
2. nach Gottes Gesetz sind;
5 Moses 12, 22. Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihrhalten, daß ihr darnach thut. Ihr sollt nichts dazu thun, nochdavon thun.
3. zu Gottes Ehre verrichtet werden.
I Cor. 10, 31. Ihr esset oder trinket, oder was ihr thut,thut alles zu Gottes Ehre.
Solche Werke können nicht als gute Werke angesehenwerden, die auf unser Gutdünken oder Menschensatzungengegründet sind. Matth. 13,8—S. Matth. 6,2. Col. 2,23.
Die beste Zeit zur Bekehrung ist die Jugend.
In der Jugend ist die Bekehrung schon nothwcndig; *
1. Weil wir in Sünden empfangen und geboren werden.
2. Der Aufschub ist so sehr gefährlich, da wir frühe
und plötzlich sterben können.