Druckschrift 
1 (1825) A und B
Entstehung
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Breite, ge o gr ap h is cli e.

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clination des beobachteten Gestirns, seiner Parallaxe und derStrahlenbrechung abhangen, liat man auf verschiedene Weisezu begegnen ge.sucbt, wodurch folgende Methoden der Brei-tenbestimmnng entstanden sind.

a. Aus der Mittagshöhe eines Gestirns. Die einfachste undallgemeinste jener Methoden besteht darin, die Höhe ei-nes Gestirns zu messen, in dem Moment, wo es den Me-ridian passirt. Man verbessert dieselbe wegen Refraction,und: (wenn inan die Sonne beobachtet hat, wegen ihresHalbmessers und ihrer Parallaxe) und subtrahirt oder ad-dirt die Dcclination des Gestirns, je nachdem sie mit derPolhöhe gleichnamig oder ungleichnamig ist; somit erhältman die Aequatorsliöhe. Hat man, wie die Einrichtungder neuern Instrumente es mit sich bringt, statt der Höheihr Complement, die Zcnithdistanz gemessen, so werdendie erwähnten Correctionen umgekehrt angebracht.

b. Circummeridianliöhcn. Da sich die Höhe eines Gestirnsum die Zeit seiner Culmination nur langsam ändert, soHfst sich für kleine Abstände von der Culmihationszeitdurch eine leichte Rechnung bestimmen, um wie viel das-selbe niedriger stand, als seine gröfste Höhe. Man pflegtdaher etwa eine Viertelstunde vor und nach der Culmina-tion , so oft man kann, eine Höhe oder Zcnithdistanz zumessen , und durch Anbringung des mit aller Zuverlässig-keit zu berechnenden Unterschieds, alle diese Beobach-tungen in eigentliche Mittagshöhen zu verwandeln. Aufdiese Weise erhält man mehrere Bestimmungen, derenMittelgröfse, wenn keine constantcn Fehler sich eingc-schlichen haben, nach den Gesetzen der Wahrscheinlich-keit, je nach der Anzahl und der Uebereinstimmung derResultate sich der Wahrheit in bedeutendem Grade nähert.Man tliut jedoch wohl, bei der Beobachtung selbst sichnicht zu übereilen, und mehr daraufzu sehen, möglichstgenaue, als nur viele Beobachtungen zu machen.

c. Verbindung zweier Mittagshöhen im südlichen und imnördlichen Thcile des Meridians. Es bezeichne cp die ge-suchte Breite oder den Abstand des Zeniths vom Aequator,d die nördliche Abweichung eines Sterns auf der Südseitedes Meridians, d die Abweichung des auf der Nordseite cul-