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1 (1825) A und B
Entstehung
Seite
1196
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i LUÖ

13 r o i L e, geographische.

fernte Bilder, wie cs liier, wo der Strahl senkrecht auf die Rich-tung der Conipression, welche zugleich die Axe doppelterBrechung ist, durcligieng, der Pall scyn mufstc. 21 .

Breite, geographische.Polhöhe; Latitudo geographica; Laliludc; La-llt ude ; die geographische Breite eines Ortes heilst sein Ab-stand vom Erdäquator ani' der Kugel gemessen, oder auchder Bogen des Meridians vom Zcnith des Ortes bis zum Ae-quator der Himmelskugcl. Sie heilst südlich oder nörd-lich, jo nachdem der Ort zwischen dem Aequator und demSiidpolc oder aber dem Nordpole liegt. Hollere Breitennennt man diejenigen, die weit vom Aequator abstehen, nie-dere dagegen diejenigen, welche demselben näher sind.

Die Breite ist, in Verbindung mit der Länge, ein Haupt -elcinent der geographischen Ortsbestimmung; und kann inder Regel nur durch astronomische Beobachtungen ausgemit-telt werden; die Fälle abgerechnet, wo sie zur See durchMessung des vom Schiffe zurückgclegten Weges, vermittelstder Schiffsrechnung, zu Lande etwa durch DreieckmessungenFig. von der Breite eines andern Ortes hcrgclcitct wird. Es bc-2 81-zeichne IIAZPO den Meridian eines Ortes, IIQ O denHorizont desselben, Z seinen Sclieitelpunct, A Q die Lagedes Acquators , P den Erdpol, so ist A Z die Breite des Or-tes, AH die Höhe des Acquators, oder die Neigung des Ho-rizonts gegen den Aequator, und OP die Erhebung des Polsüber den Horizont. Da PIZ ein Quadrant ist, so ist Alldie Ergänzung von AZ zu 90°. Eben so ist, weil AP undOZ Quadranten sind, der Bogen PZ die Ergänzung von AZund auch von OP. Mithin ist OP = AZ; d. h. Polhöheund Breite sind einander gleich. Zur Bestimmung derBreite wird also die Kenntnifs irgend eines der vier BogenAH, AZ, PZ, OP, oder der gegenseitigen Lage von Hori-zont und Aequator , Zenitli und Pol erfordert. Diese kann,wie alles, was auf den Horizont sich bezieht, nur durch Mes-sung der Höhen erlangt werden. Von der Genauigkeit, mitwelcher diese gemacht werden kann, hängt der praktischeThcil der Breitcnbestimmung ab. Diesen Mängeln der Beob-achtung selbst, so wie den Ungewifslieilen, die von der De-