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Balm eines Planeten oder Kometen.
Diese Untersuchungen über die theoretische Bestimmungder Bahnen sollten liier allerdings erörtert werden; aber daihre Begründung an einem andern Orte 1 2 vorkömmt, so istes passender, sie dort abznhandeln. Dagegen gehört hierherganz eigentlich die Frage, wie man aus Llofser Beobachtungdie Bahn eines Planeten oder Cometen bestimmen könneDiese Frage erfordert eine andere Beantwortung in dem Pallewo man vieljährige Beobachtungen des Planeten vor sich hatalso seine Umlaufszeit kennt, und ihn in jedem Puncte sei-ner Bahn beobachtet hat, eine andere in dem Falle, da mannur wenige Beobachtungen eines neu entdeckten Himmels-körpers vor sich hat.
I. Wie man die Bahn eines viele Jahre beobachteten Pla-neten genau bestimmen kann, hat Ketler gezeigt, der beidieser Untersuchung die beiden ersten unter dem Namen derKeplerschen Gesetze bekannten Gesetze der Bewegungaller Planeten fand. Seine mit grofsem geometrischen Scharf-sinn und mit unermüdlicher Geduld durchgeführten Unter-suchungen zeigen, wie die richtig benutzten Beobachtungengleichsam Schritt für Schritt der Wahrheit näher führten,und sie verdienen daher wohl, hier näher entwickelt zuwerden.
1. Obgleich schon Ptolemaeus und seine Nachfolger undnachher Copernicus versuchten, die Bahnen der Planetenund die Bewegung derselben in ihren Bahnen so zu bestim-men, wie es die Beobachtungen forderten, so erreichtendoch ihre Untersuchungen keinen hohen Grad von Vollen-dung, da sietlicilsbei der Unvollkommcnlieitdervorhande-nen Beobachtungen sich mit einer sehr rohen Annäherungzur Wahrheit begnügen konnten, und theils auch die Abwei-chungen von der Erfahrung, die über die Bcobaclitungsfcli-ler hinausgingen, nicht mit genug Sorgfalt beobachteten.Selbst Coperkicus begnügte sich, die Anordnung der Pla-netenbahnen dem Wesentlichen nach darzustcllen’, undblieb in der Bestimmung der kleinern Umstände noch weitvon der Wahrheit entfernt. Tycho empfand lebhaft die
1 S. Centralkräfte.
2 S. // elteysteme.