Beilagen.
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Dieser Hofjuwelier der Königin Viktoria zeigte mir später inseinem Gewölbe die früheren alten Fassungen der hannoverschenKronjuwelen, unter anderm des „Cumberland“, auch die noch vor-handene, sehr altertümliche Fassung der großen Tiara. 1 )
Bis zur Übergabe getraute ich mich nicht, die wertvollenSchätze im Hotel St. James auch nur einen Augenblick zu ver-lassen und bewachte sie ängstlich drei Tage, bis endlich diegenannten Herren erschienen. Nach dem Kroninventar zählte ichihnen die Steine einzeln zu, wie sie mir übergeben worden waren.In unserer Gegenwart wurden die sämtlichen Juwelen in eineneisernen Kasten verpackt und versiegelt.
Mein Mann begleitete die Herren zum Bankhause Coutts amStrand, wo der versiegelte eiserne Kasten in seiner Gegenwartdeponiert wurde; darauf ungesäumt das versprochene Telegramm„all right“ an E. Simon nach Hannover — und ein großer Steinwar mir vom Herzen!
Mehrere Tage ließ mich dann der Herzog auf ein Absolu-torium und einen Brief für Ihre Majestät die Königin warten, be-zeigte indessen das lebhafteste Interesse und die größte Teilnahmefür das Wohl der ganzen erlauchten königlichen Familie, welcheser in einer Übersiedlung nach England gesicherter sah. Er gabuns ein hübsches Diner in Gloucester-House, zu dem die Groß-herzogin von Mecklenburg-Strelitz, die Herzogin von Cambridge,Prinzessin Mary von Teck u. a. geladen waren.
Nach einer Abwesenheit von dreizehn Tagen kamen wirnachts nach Blumenau heim; niemand hatte je eine Ahnung vondem Zwecke unserer Reise.
Wenige Tage darauf begab ich mich auf die Marienburg,um Ihrer Majestät der Königin von dem günstigen Ausgangeunserer Sendung Bericht zu erstatten. Zugleich teilte ich ihr dendringenden Rat und Wunsch der königlichen Angehörigen in Eng-land mit, daß der König sich entschließen möge, den Aufenthaltin Hietzing bei Wien mit einem viel günstigem in England zu
x ) König Georg 111. hatte die hannoverschen Kronjuwelen nach Eng-land kommen lassen, wo sie benutzt wurden. Königin Viktoria hatte sieteilweise umfassen lassen. König Ernst August reklamierte sie; AdolfKielmansegg (siehe oben S. 630) führte die Verhandlungen und so warensie nach Hannover zurückgestellt worden.