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Familien-Chronik der Herren, Freiherren und Grafen von Kielmansegg
Entstehung
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659
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Beilagen.

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Caspar Dankwerth seine Neue Landesbeschreibung der Herzog-tümer, wozu der vom Herzog unterstützte treffliche KartographJohannes Meyer 1 2 ) die Karten zeichnete.

Lebhaftes Interesse bewies er der Botanik und Gartenkunst.1625 berief er den weitbewunderten italienischen Gärtner JohannesClodius, der die schönsten und seltensten Bäume und Pflanzennach Schleswig einführte 8 ) und den persischen Lustgarten amSchlosse Gottorf anlegte.

In 5 Foliobänden auf 541 Pergamentblättern wurde auf Geheißdes Herzogs der Blumenflor der Schloßgärten abgemalt, zu-sammen 1580 Blumenzeichnungen in Farben „mit seltenem Fleißund großer Kunst, daß es noch möglich ist, die einzelnen Pflanzenzu bestimmen“. 3 )

Künstler von hohem Rang wurden nach Gottorf berufen, soder Schüler der großen holländischen Meister Jurian Ovens 4 ) ausTönning, der die inneren Wände des herzoglichen Schlosses mitDarstellungen hervorragender Ereignisse aus der vaterländischenGeschichte schmückte, und welcher manches prächtige Porträtschuf, so auch das Bild und die schöne Radierung des KanzlersJ. A. Kielman von Kielmansegg, welche reproduziert unserer Dar-stellung (siehe oben S. 296 u. 358) beigegeben sind. Der Meister derBildschnitzerkunst Hans Gudewerth 5 * ) fertigte Altäre und Denk-mäler im Aufträge des Herzogs.

1 ) Eine eingehende Würdigung Meyers von Lauridsen, HistoriskTidsskrift, 6 Räkke I, 239.

2 ) Es wurde z. B. 1637 eine Aloe für 139 Taler gekauft. J. D. Major,Dissertatio botanica de Planta monstrosa Gottorpiensis, Slesvigae 1665.

3 ) Der Name des Künstlers ist unbekannt. Sybilla Merian (1645 bis1717) wird gewöhnlich genannt, doch ist diese Angabe nicht verbürgt.Der Meister dürfte nach meinen Untersuchungen Hans Simon Holzenbechersein, aus Hamburg, der 1651—1657 Blumen für die herzogliche Bibliothek„nach dem Leben“ malte und erhebliche Honorare bezog. Das Werk be-findet sich in der Kgl. Kupferstichsammlung, früher Kgl. Bibliothek zuKopenhagen (J. F. Schouw, Danske Videnskabernes Selskabs Skrifter,Naturv. Skr., 5. Räkke, 2. Bd.; E. Bloch, Den kgl. Kobberstiksamling1881, 1531; Topographisk ökonomisk Lommebog over Kiöbenhavns Märk-värdigheder, 1794, 88).

4 ) Sach’s Programm über Jurian Ovens, 1866. Weilbachs DanskKunstneriexikon. Sach, Geschichte der Stadt Schleswig, 1875, 322.

5 ) G. Brandt, Hans Gudewerdt. Ein Beitrag zur Kunstgeschichte

Schleswig-Holsteins, Leipzig. 1898.

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