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Familien-Chronik der Herren, Freiherren und Grafen von Kielmansegg
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III. Die Grafen von Kielmansegg

Kurz darauf wurden die Friedensräte zu Regensburg inbedenklicher Nähe an den Krieg erinnert. Der schwedischeFeldmarschall Banner hatte den abenteuerlichen Plan gefaßt,den Reichstag zu überrumpeln und zu sprengen, womöglichgar sich der Person des Kaisers zu bemächtigen. Er drangüber eisbedeckte Flüsse und verschneite Gefilde durch Thüringenin die Oberpfalz und bedrohte Regensburg. Das eintretendeplötzliche Tauwetter und die Ankunft kaiserlicher und bayri-scher Truppen vereitelten seine Absicht. Wenige Monate späterwurde er vom Tode ereilt.

Anfangs Mai wohnte Johann Adolf Kielman der Beisetzungseines Namensvetters Johann Baptist Kielman von Kielmanseggbei (siehe oben S. 94) und am 20. Mai der Belehnung deraltenburgschen und weimarschen Abgesandten mit Coburg undEisenach.

Vor dem Abschlüsse des Reichstags verließ Kielman Regens-burg am 16. Juli 1641. Über Frankfurt a. M. ging die Reisenach Darmstadt, wo er dem Landgrafen und der Landgräfinvon Hessen auf dem Schlosse seine Aufwartung machte undihm eine besonders gnädige Audienz verstattet wurde. „Beider Tafel“, schreibt Kielman, „ist es scharf dahergegangen undhat der Becher weidliche Zeichen thun müssen, und erzeigteder Landgraf sich gar fröhliches Gemüths.“ Eine abermaligeEinladung lehnte er ab, weil er „nicht unbillig besorgte, daßes abermals einen guten Rausch setzen möchte“. Der Land-graf ließ dem Herzog von Gottorf seine Dankbarkeit für dessen

bürg im Jahre 1640, und zwar (S. 1—8) seine Eingabe an den Kaiser vom19. September 1640 wegen der streitigen Alternation einiger fürstlichenHäuser im Stimmrechte bei den Reichstagen; dann (S. 8—10) sein Me-morial an die zu Regensburg anwesenden kurfürstlichen Gesandten vonMainz usw. wegen der Teilnahme von Holstein und Hamburg an derReichstagssession; (S. 11) sein Einbegleitungsschreiben vom 30. August1640 wegen des Vorsitzes Holsteins im Fürstenrate; (S. 12—23) Verhand-lungsakten über denselben Gegenstand und endlich (S. 24—27) eine Vor-stellung Kielmans und des dänischen Gesandten Christof von der Lippean ihre Gesandtenkollegen vom 19. September 1640 wegen des Stimmrechtesvon Hamburg am Reichstage.