aus Holstein.
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„Dafür“, äußerte Kurz lächelnd, „wären die Holsteiner demKaiser liebe Leute.“ Häufiger, und wie es scheint, in geradezufreundschaftlicher Weise verkehrte Johann Adolf Kielman mitseinem ebenfalls am Reichstage zu Regensburg dienstlich an-wesenden Namensvetter, dem kaiserlichen Hofkammerrat Hein-rich von Kielmann, dem nachmaligen ersten Freiherrn vonKielmansegg 4 ), und schloß bei dieser Gelegenheit einen Fa-milienvertrag mit ihm ab, wodurch beide Familien einanderanerkannten und „mit einander vereiniget wurden“. * 2 ) DieserPakt soll auch die kaiserliche Bestätigung erfahren haben 3 4 ),bis jetzt war es jedoch nicht möglich, den Wortlaut diesesVertrages aufzufinden.
Besonderes Wohlwollen wurde Kielman auch seitens desMarkgrafen von Baden zuteil. Er setzte sich zu ihm in dieTafelstube zur rechten Seite. Nachdem er „ein und ander Spaßvorgebracht“, lud er ihn ein, mit ihm und seiner Gemahlin zuspielen. Der Markgraf begleitete ihn dann bis an die Hausschwelle.
In seiner zweiten Audienz beim Kaiser war die PinnebergscheAngelegenheit (s. oben S. 265) Gegenstand der Erörterung. ImNamen des Herzogs erhob er Ansprüche auf die dem HerzogAdolf von Gottorf, welcher in der Schlacht bei Leipzig „seinfürstliches Blut vergossen“, zukommenden Gelder, 213.580 Reichs-taler, welche dieser „zu den Werbungen, der Mundirung undAmmunition seiner Truppenabteilung“ verwendet hatte.
Aus Anlaß des Jahreswechsels wurde Kielman in gnädigsterWeise abermals vom Kaiser empfangen und dieser versprach,die Pinnebergische Angelegenheit im Geheimrat vorzutragen. 4 )
9 Siehe oben S. 86 und 94.
2 ) Dies bestätigt auch Jensen, Schleswig-Holsteins Adel, Handschrift,Cod. Ms. H. 379 in der Universitätsbibliothek zu Kiel.
3 ) Johann Friedrich Gauhe, Adelslexikon, 1, 753.
4 ) 7. Dezember schloß der König mit dem Herzog einen Vergleichüber die Teilung (Hegewisch, 297).
Der Sammelkodex M S H S 106 der Universitätsbibliothek Kiel ent-hält auf seinen ersten Blättern Abschriften einer Reihe von Aktenstückenüber die Tätigkeit Johann Adolf Kielmans auf dem Reichstage zu Regens-