in Württemberg und Österreich.
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An dieser Stelle möchten wir übrigens auf Majlaths Ab-handlung über das österreichische Kriegswesen in dessen „Ge-schichte des österreichischen Kaiserstaates“ 1 ) ausdrücklichhingewiesen haben, welche allein ermöglicht zu erkennen, wiebedeutend in jener Zeit des Beginnes der stehenden Heeredie Stellung eines Feldobersten war, der fast unumschränkterHerr über 5000 Mann (damals noch nicht Regiment genannt)und den seinem Kommando anvertrauten Grenzdistrikt, nurdem Oberfeldhauptmann und dem Kaiser verantwortlich war,ja nicht selten selbständig mit dem ihm gegenüberstehendentürkischen Pascha Fehde begann.
Im Februar 1568 befindet sich Kielman im Verein mit Ottovon Pucheim auf einem Kriegszuge gegen die Türken inNeutra und Umgebung; es heißt, es solle ihnen ein eigenerBote sogleich gesendet werden: „nach Neutra vel ubi eo locorumoffendetidi sunt.“ 2 3 4 ) Im September desselben Jahres verteidigter als Oberst, „supremus capitaneus Comronienis“ Komorngegen Überfälle der Türken. 8 ) Gleichzeitig obliegt ihm imVerein mit dem Obersten Lazarus von Swendi die Rüstungin der Zips für die „proxima belli Hungarici expeditio“ „inacquirendis quibusdam rebus ad belli usum necessariis, utpoteplumbo, sulphure, pecunia numerata et in conducendis quibusdamrusticis polonicis ad aggeres exstruendis.“ i: )
Bei allen diesen Verteidigungskämpfen wider die Türkenhat sich Andreas, wie es die Geschichtschreiber jener Zeit,so u. a. Istwänfy in seinem Werke „De rebus Hungarids“ er-zählen, besonders ausgezeichnet. Zu eben dieser Kriegszeittraf ihn das Unglück, seine junge Frau durch den Tod zuverlieren. Etwa zwei Jahre hienach vermählte er sich zumzweiten Male, u. zw. am 20. August 1570 zu Wien mit Mag-dalena Seyz, der Tochter des kaiserlichen Rats und Hof-
>) Band 11, S. 396 ff.
3 ) K. u. k. Reichs-Finanz-Archiv: Gedenkbücher, Ungarn, 395 (1567bis 1568), fol. 211.
3 ) Daselbst, 395 (1567 bis 1568), fol. 345.
4 ) Daselbst, 395 (1567 bis 1568), fol. 335.