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Familien-Chronik der Herren, Freiherren und Grafen von Kielmansegg
Entstehung
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I. Die Kielman von Kielmansegg

Zahlmeisters Magnus Seyz und dessen Gemahlin Katharina,geborenen von Moser.

Zufolge seines Gesuchs 1 ) vom 7. Juli entsandte KaiserMax II. 2 ) zu seiner Vertretung bei dieser Hochzeitsfeier denHauptmann Erasmus von Praun 3 ) aus Ungarisch-Altenburgmit einem Trinkgeschirre von 100 fl. im Werte als Hochzeits-geschenk.

Im April und Mai 1573 befindet er sich im kaiserlichenAufträge mit Jacob von Räming „in commissione Agriamversus“ (bei Erlau). 4 ) Im Jahre 1575 oder 1576 hat er mit„teutschen Kriegsleuten“ einen „pergstätterischen veldzug“ (alsobei Schemnitz in Ungarn) geführt, wofür ihm zu seiner „Er-götzlichkeit“ der Kaiser außer andern Rückersätzen 350 Talerdurch die Hofkammer und den Kriegszahlmeister anweisenläßt. 5 )

Im Frühjahre des folgenden Jahres (1577) vertauschtAndreas Kielman sein seit etwa zehn Jahren innegehabtesKommando mit jenem in Kanizsa, welcher feste Platz jetzt vonden Türken besonders hart bedroht wurde. Vermutlich umdiese Festung baulich zu verstärken, wird er bei seiner Ver-setzung auch zum dortigen Obersten Baukommissär ernannt.Sein bisheriges Monatsgehalt wird von 300 auf 400 fl. erhöht. 6 )

Auch auf dem neuen wichtigen Kriegsposten muß Andreassich sehr bewährt haben, denn laut einer Verschreibung vom

b Original im k. u. k. Reichs-Finanz-Archiv, lit. K, Nr. 4, Jahr 1570.

-) Originaldekret des Kaisers Max II. an Erzherzog Karl, d. d. Speyr,28. Juli anno 70, im k. u. k. Reichs-Finanz-Archiv, lit. K, Nr. 4, Jahr 1570.

“) Erasmus Praun von Pielachhaag; derselbe kommt 1588 als Hof-kriegsrat und Baukommissär in Ungarn (Preßburg) vor.

'*) K. u. k. Reichs-Finanz-Archiv: Gedenkbücher, Ungarn, 397 (1573bis 1582), fol. 45.

r ') Daselbst, 399 (1575 bis 1577), fol. 14, und 400 (1576 bis 1591), fol. 2.

6 ) Daselbst, Österreichisches Gedenkbuch, 132, fol. 97. „Olmücz,26. Juni 1577.“ Kaiser Maximilian II. bewilligt am 17. August 1577„Unserm Rath, Obristen zu Canischa ... Andree Kielman von Kielmanseckfür vorgestreckte 4000 Thaler eine Verschreibung“. (K. u. k. Reichs-Finanz-Archiv: Gedenkbücher, Ungarn, 399 [1575 bis 1577], fol. 294.)