Druckschrift 
Der Heidelbergische Catechismus nebst den betreffenden Beweisstellen der Heiligen Schrift
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

KS Sonntag 36.

hat, und nicht Bilder machet cinigerlei Gleichniß, wie der Herr, deinGott, geboten hat. Denn der Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer,und ein eifriger Gott.

Joh. 1, 18. Niemand hat Gott je gesehen. Der cingeborne Sohn,der in des Baters Schoost ist, der hat es uns verkündet.

Fr. 37. 2) Jes. 40, 18. Wem wollt ihr denn Gott nachbilden?Oder was für ein Gleichniß wollt ihr ihm zurichten? B. 18ZI.

z) Habak. 2, 1820. Was wird dann helfen das Bild, das seinMeister gebildet hat, und das falsche gegossene Bild, darauf sich verlaßtsein Meister, daß er stumme Götzen machte? Wehe dem, der zum Holzspricht: Wache auf! und zum stummen Stein: Stehe auf! Wie solltees lehren? Siehe, es ist mit Gold und Silber überzogen, und ist keinOdem in ihm. Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es seivor ihm stille alle Welt.

Fr. 38. 1) Psalm 3Z, 5. Dein Wort ist die rechte Lehre.

Jcrcm. 22, 23. 2 Tim. Z, 15. 2 Petri 1, 13. Joh. 5, Z3.

Jerem. 10, 8 u. 10. Ei» Holz muß ja ein nichtiger Gottesdienstsein. Aber der Herr ist ein rechter Gott, ein lebendiger Gott, ein ewigerKönig. Rom. 10, 17.

5) Feiner Bilderdienst:

Matth. 15, 83. Dies Volk nahet sich zu Mir mit seinem Munde,und ehret Mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist ferne von Mir.Aber vergeblich dienen sie Mir, diewcil sie lehren solche Lehren, die nichtsdenn Menschengebote sind. Jes. 1, 11. Ps. 5V, 21.

Gebot des II. Gebots:

Joh. 4, 24. Gott ist ein Geist, und die Ihn anbeten, müsse» Ihnim Geist und in der Wahrheit anbeten.

Sonntag XXXVI.

Frage 33. Was will das dritte Gebot?

Antwort. Daß wir nicht allein mit Fluchens, odermit falschem Eid'j, sondern auch mit unnöthigem Schwörendden Namen Gottes nicht lästern^) oder mißbrauchen, nochuns mit unserm Stillschweigen und Zusehen solcher schreck-lichen Sünden iheilhaftig machen 5); und in Summa, daßwir den heiligen Namen Gottes anders nicht, denn mitFurcht und Ehrerbietung") gebrauchen, auf daß er von unsrecht bekennet'), angerufen ^), und in allen unser« Wortenund Werken gepriesen werde").