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kennet, ihr kommt zu spät mit eurem Traktament.Das gläubige, bekehrte Weib, die sich bekehrenden,gläubigen Samariter, die Er schon, wie ein zurErnte reifes Feld vor sich erblickte, waren Ihm dasköstlichste Abendmahl, waren Ihm die genußreichsteSpeise, daß Er keine leibliche Speise dieser Erde mehrverlangte. So kannst du, liebe Seele! Ihm, denkedoch! Ihm zur Speise, zur Labung und Erquickungscyn, Ihm in Seinem beißen Hunger und Durst nachSeelen und nach Beseligung der Unseligen ein Abend»mahl bereiten.
Dieses innere Abendmahl sollen und können wiralle Tage, ja jede Stunde mit Ihm halten, und esIhm geben, weil Er es mit uns immer halten will.Darum hat Er verheißen, alle Tage bei uns zu seynbis an das Ende der Tage. Ein täglicher Gast willtäglich mitessen, und täglich Abend-- und Mittagsmahlhalten. Wer auch einmal davon gekostet hat, hungertnicht nur alle Vierteljahr darnach, wie die gewöhnli-chen Christen das äußere Abendmahl nur so seltengenießen, nein, man hungert immer nach Ihm, sowie Ihm immer nach uns verlangt, man ißt undtrinkt von Ihm, von Seiner Liebe, von SeinemGeiste immerdar, bei allen Dingen und allenthalben.Wenn es einmal unsere Leibspeise geworden ist, desVaters Willen zu thun, so können wir, so oft wirunsers Herzens Lust und Freude daran finden, diesenheiligen Willen zu thun oder zu leiden, den Heilandallemal getrost zu Gaste laden, Cr schlägt es gewißnicht ab. Er ißt gewiß allemal mit. Diese Speise istIhm süßer als Honig und Honigseim, angenehmer alsdas eigene Wirken und Treiben.
Wer dieses innere Abendmahl nicht kennt, undnicht taglich mit Christo zu halten gelernt hat, derwird auch bei dem äußern, sakramentlichen, welcheser etwa alle Halb- oder Vierteljahr hält, nicht viel