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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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Bezahlungen zu fordern; wie vor einem beleidigtenFeind, der nur kommt, um sich zu rächen; wie voreinem Herrn, der entlaufene Sclaven fangen undbinden will; wie vor einem gekränkten Manne, dersein ehebrecherisches treuloses Weib im Zorn der Ei-fersucht mit Schlägen ins Strafhaus führen und züch-tigen lassen will; wie vor einem Scharfrichter, derdem Missethäter den verdienten Lohn geben will. —So bildet sich's die Vernunft ein, ehe sie Licht vonoben empfängt. Aber der Heiland sagt: Ach nein!Abendmahl will ich halten — ich bringe alles mit,ich will erst nur geben, nur mittheilen, daß ibr über-schwänglich gesättiget werden und volle Genüge ha-ben sollt.

Worin das Abendmahl eigentlich besteht, welcheGenüsse, welche Speisen Er der Seele vorlegt, hatIhm nicht beliebt uns zu sagen, und wer will es wa-gen, das Unbeschreibliche zu beschreiben, das Unaus-sprechliche auszusprechen, das Unermeßliche zu ermes-sen? Unbeschreiblich, unaussprechlich, unermeßlich istall Sein Tbun, wie Er. Da ist also kein bessererund anderer Rath, als wer davon geuau unterrichtetseyn und gern wissen will, was das für ein Abend-mahl sey, der mun sich selbst Erfahrung davon ver-schaffen. Thue Ihm auf, so wirst du bald selber da-von genießen und schmcckeii, wie köstlich, wie herrliches ist, und dann keine Beschreibung davon mehr ver-langen, weil du bald finden wirst, es läßt sich nichtin Worte bringen. Du wirst trunken werden vonden reichen Gütern Seines Hauses, denn Er wirddich tränken mit Freude und Seligkeit wie mit einemStrom. Denn bei Ihm ist die lebendige Quelle.Pl. 36, 9. 10.

Das ist unstreitig: Die beste Speise bei diesemAbendmahl ist Er selbst. Er giebt sich den Seini-gm selbst zur Speise, zum innigsten Genüsse und