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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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dabei an deiner Seele Schaden leidest und sieverlierest; was kann dir die ganze Welt helfen? —Wer nicht mit mir sammelt der zerstreuet. Wernicht Allem absagt, und nicht sich selbst sogar verläßtund verläugnct, der kann mein Junger nicht seyn,kann an mir, an meinem Reiche keinen Tbeil haben.

Wenn du nun diese Stimme hörst und Ihm dieThürc auftbust — wenn du zurückkehrst in dein Herz,dich losreißest mit deinem Herzen von Allem, was Ernicht ist und zu Ihm nicht führet, wenn du Abschiedgiebst den citeln Sorgen, Lüsten und zerstreuendenVergnügungen, w.iin du hörst, was der Herr, derFreund vor der Thüre in dir redet, was Er in deinHerz spricht, wenn du wachest und betest, und in Ihmzu bleiben luchst, so wird Er eingeben zu dir, so wirdEr Sein--'Nähe, Seine Gnade wieder in neuem Maaßedir nuttheilcn, wird dir Wachsthum und Gedeihenschenken, als einer Rebe, die im Weinstock bleibt.Grünen und blühen wirst du wie die Bäume an Was-serbuchen, einwurzeln und gegründet werden wirst duin Ihm. Deine Seele wird leben.

Es fehlt nicht an Leuten, die Christen seyn wollenund dock den reck ten Weg entweder noch nie gekannthaben und gegangen, oder wieder davon abgewichensind, und auf der großen Heerstraße, anl dem breitenWege sicher und leichtsinnig fortschreiten, als wenn esdie gebahnte Straße in den Himmel wäre. Sie stel-len sich der Welt gleich, wenn nicht der groben, dochder feinen, wenn nicht der roken, doch der sogenann-ten gebildeten (eleganten) Welt — aber Welt istWelt; und alle Welt vergeht mit ihrer Lust, die feinewie die grobe. Solche feine Christen suchen nur denMenschen zu gefallen, lassen die verfeinerte Sinnlich-