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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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steht jetzt, steht beute, steht diese Stunde noch vordeinem abtrünnigen Herzen; — denn Er hat Gabenempfangen auch für die Abtrünnigen. Darumruft Er immer klopfend mit herzdurchschneidendcrStimme in deine treulose Seele hinein: Kedre wieder,du Abtrünniger! steh stille, halte meinem Rufen!Warum fliehst du mich, deinen Erbarmer? Warumverlassest du deinen guten Hirten? Was habe ich dirgetban? Warum hast du mich aus deinem Herzen ge-worfen? mir den Rücken gekehrt, und bist deinen Mör-dern, den Wölfen in den Rachen gelaufen? Warumfliehst du das Leben und suchst dir den Tod? — Sieh,den ganzen Tag strecke ich meine Hände nach dir aus,du widerspenstiges Herz! O daß du es erkenntest andiesem deinem Tage, was zu deinem Frieden dient!O wie ort schon wollte ich dich in meine Arme, inmeinen Schoost nehmen, wie eine Henne ihre Küch-lein unter ihre Flügel sammelt, und du hast nicht ge-wollt! Warum willst du denn sterben? Warum ver-derben? Warum eine Beute des Todes und der Höllewerden? Kehre wieder du abtrünniges Herz! Heute,heute, da du meine Stimme hörst, verhärte dein Herznicht länger, kehre in meine Arme zurück, ich willdeiner Sunden nicht mehr gedenken und deine Misse-that dir nicht zurechnen.

Wenn du nun diese Stimme der erbarmenden Liebedeines Heilandes hörst. Ihm die Thüre aufthust, wenndu wie der verlorne Sohn sprichst: Ja, ich will michaufmachen, will zurückkehren in die Arme meines Va-ters, meines Heilandes, ehe ich im Dienste derSünde Hungers sterbe. Ich will bekennen, daß ichgesündigt habe und daß ich nicht werth bin, ein Kinddes Vaters, ein Jünger Jesu zu heißen. O wennEr mich nur aus Gnaden zum Thürhüter in SeinemHause annimmt und duldet! — Wenn du wirklich mit