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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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Wenn du aber nach der Begnadigung und Verge-bung der Sünden wieder aus der Gnade gefallen wä-rest, Christum wieder verloren hättest, und entwederunter den Zwang und das Joch des Gesetzes, oder inden Sclavendicnst der Sünde, in die Gewalt des Sa-tans wieder — nachdem du schon von der Gnade inFreiheit gesetzt warst, — zurückgesunken und also einTreuloser, ein Verächter der Gnade, ein Bundbrüchi-gcr. Meineidiger, ein Abtrünniger geworden wärest;wenn du auf diese Weise den Heiland, der schon indeinem Herzen eingekehrt war und Wohnung genom-men hatte, wieder hinausgestoßen, dagegen der Sünde,dem Satan und der Welt dein Herz wieder eingeräumt,d. h. -die Wohnung des heiligen Geistes zur Werkstättedes Teufels, den Tempel Gottes zur Mordergrube ge-macht hättest; — wenn du dich, wie die Schweine,nach der Schwemme wieder im Kothe gewälzt; wieder Hund, wieder gefressen hattest, was du schon ge-speiet, wenn du Christum noch einmal an dir gekreu-zigt hättest, wie! sollte der Sünderfreund auch nochdeiner gedenken? sich auch noch nach dir umsehen undvor deiner Thüre sich sehen und hören lassen? Aller-dings! Nicht nur das; Er bat dich nie verlassen, Erist dir überall nachgelaufen auf allen deinen Irrwegen,wie der gute Hirte, der 99 Schafe auf den Bergenlässet und dem Hundertsten, dem Verlornen nachläuft,bis Er es findet. O! Er hat gewiß, auch in diesemZustande deiner Abkehr von Ihm, sich nie von dir ge-kehrt, hat immer vor deiner Thüre stehend geklopft,immer in dein Herz gerufen; du hast Ihn nur nichtgehört oder nicht hören wollen, hast Seine Stimmeverachtet, bist ausgewichen, hast Ihm den Rücken ge-kehrt, dein Ohr verstopft, deine Thüre verriegelt,dein Herz verhärtet und Ihm viel Herzeleid angcthan.Dennoch blieb Er treu und standhaft vor deiner Thüre,