wohnt, steht wie ein Bertler vor der Thür eines Ar«nien, Elenden! — der alle Tinge, alle Himmel undalle Himmelwobnungen gcbauet bat mit Seinem Wort,steht vor deiner Thüre, wie ein müder Fremdling,der eine Nachtherberge sucht, um seine müden Füßeruhen zu lassen, um sich vor dem Werter zu schützen,und vor dem Grauen der Nacht zu verbergen! —Wie! der steht draußen? Wer hat diesen hinausge-sperrt? Wer soll in deiner Hütte wohnen, wenn dernicht? welch ein schlimmer Gast muß in dir wohnen,der den Hausherrn und Baumeister deiner Hurte hin-auswarf und ihn draußen stehen läßt! — Ist dasnicht die in dir wohnende Sünde, die Feindin Christi?solltest du diese Mörderin länger beherbergen? Solltedein Heiland länger verstoßen seyn? noch lange stehenvor deiner Tbüre? bedenke doch!
Er steht vor deiner Tbüre mit durchbohrten Hän-den und Füßen, — der Mann mit den fünf heili-gen Wunden, die Er für dich am Kreuze sich schla-gen ließ. Er klopft an deine Thürc mit der Hand,die noch das Mahlzcichen Seiner Liebe trägt, womitEr für dich am Kreuze angenagelt und ausgespanntstundenlang hing, verblutete und den Geist aufgab.Er steht mit den verwundeten bloßen Füßen, wie einarmer Pilger im Winter, in Kälte und unfreundli-chem Wetter, vor deiner verschlossenen Tbüre war-tend, schmachtend, bis deine Härle durch die GluthSeiner Liebe erweicht und schmilzt und du Ihm aufthust.
Es steht vor deiner Thüre dein Gott und Schöp-fer; du bist Seine Kreatur, Seine sündige Kreatur, undin so fern doch Sein Eigenthum; denn Er hat dich ge-macht und nicht du selbst. Wie! soll an dir erfülltwerden: Er war in der Welt tund klopfte an deineTbüre) und die Welt ist durch Ihn gemacht,und die Welt erkannte Ihn nicht — Ihn, der
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