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Kunst, die Pendel- und Taschenuhren zu behandeln : mit 5 Tafelabb.
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Bemerkung.

Man weiß, daß eine Menge Menschen sagen, ihreUhren wichen in 14 Tagen nur um eine Minute ab.Gcschichet dies wirklich, so ist es mehr die Wirkung desZufalles, als der Combination derjenigen, welche sie ge-macht haben, denn diese Wunderuhrcn sind fast immerentweder sehr alte Maschinen, oder sie sind von schlechtenUhrmachern verfertigt, die sehr in Verlegenheit gerathenwürden, wenn sie sagen sollten, warum eine Uhr gut gehetund dann andere, die eben so gehen, verfertigen sollten.Ich traue übrigens dem nicht, was diese Wunderlcutesagen, die ihre Uhr mit der Sonne vergleichen und dann,wenn sie dieselbe 14 Tage übereinstimmend gesehen, ganztreuherzig glauben, daß dies zu Gunsten der Uhrzeuge,indem sie nicht darauf achten, daß in dem Zwischenräumedieser Zeit die Uhr um eine Viertelstunde mehr oder we-niger hat variiren und sich nachher doch wieder mit derSonne zusammenfinden können.

K.

Unterschied zwischen einer Uhr, die nicht regulirt ist und einer, dievariirt. Worin sich die eine und die andere von der unterscheidet,welche regulirt ist.

Wenn eine Uhr nicht regulirt, so sagt man sogleich,sie variire und tauge folglich nichts. Es ist indcß eingroßer Unterschied zwischen einer Uhr, welche variirt undeiner Uhr, die nicht richtig gehet; denn eine Uhr kannsehr gut sein, in gleichförmiger Bewegung gehen und den-noch nicht nach der mittleren Zeit gestellt sein. Eine solchewäre z. B. eine Uhr, die, an irgend einem Tage nacheiner guten Pendeluhr gestellt, beständig, täglich nur2, in 2 Tagen um 4, in 12 Tagen um 24 Minutenu. s. f. täglich in derselben Richtung und in demselbenVerhältnisse der Zeit vor- oder nachginge. In diesem Fallemuß man sagen, die Uhr gehet in gleichmäßiger Bewe-gung, aber sie ist nicht nach der mittlem Zeit gestellt;und man wird nicht sagen können, sie variire. Es ist