umzudrehen. Durch die Feder ^ wird der Sperrkegelin die Zähne des Sperrrades zurückgeschoben.
Es ist nun noch zu erklären, wie man das Rad L,dessen Axe den Minutenzeiger trägt, dahin bringt, ineiner Stunde genau einen Umlauf zu machen und wieman bewirkt, daß eine Pendeluhr längere oder kürzereZeit dazu gebraucht. Hiezu muß man wissen, daß dieSchwingungen eines Perpendikels um so langsamer sind,je länger derselbe ist; dergestalt, daß ein Pendel, welches3 Fuß 8^ Linie von ^ nach L hat, Fig. 1, in einerStunde 36W Schwingungen macht, d. h., daß jedeSchwingung eine Secunde währt (man nennt sie deshalbSecundenpendcl), während ein Pendel, welches !> Zolle2i^ Linie hat, in einer Stunde 72V0 oder in einer Se-cunde 2 Schwingungen macht. Man nennt ein solchesein Halbsecundenpcndcl.
Man stehet hieraus, daß es, wenn man ein Radnöthigen will, in einer bestimmten Zeit einen Umschwungzu machen, erforderlich ist, die Zeit der Schwingungendes Regulators, die den Gang desselben leiten muß, zubeobachten. Angenommen also, daß die Unruhe ineiner Stunde 72tw Vibrationen macht, so werden wirsehen, wie das Rad L eine Stunde zu einem Um-schwünge nöthig haben wird, was von der Anzahl derRäderzacken und Getriebe abhängt. Geben wir demStcigrade 3N Zähne, so wird es einen Umschwung wäh-rend W Vibrationen des Pendels machen; denn bei je-dem Umschwünge des Rades wirkt derselbe Zahn einmalauf die Palette I, wodurch das-Pendel zwei Schwingun-gen machen muß. Hat also das Rad 3» Zacken, somacht es zwei Male 3<» und also litt Vibrationen. Die-ses Rad muß also in einer Stunde 12tt Male umlaufen,weil W Vibrationen, die es bei jedem Umschwünge be-wirkt, I2l> Male in 72W Vibrationen, die das Pendelin einer Stunde macht, cnthältcn sind.
Um nun die Anzabl derZacken der Räderisi? und ihrerGetriebe e k zu bestimmen, muß man bemerken, daß das RadL um so mehr Umläufe seines Getriebes e bewirkt, wäh-rend es einen macht, als die Anzahl der Zacken des Ge-triebes eine größere Anzahl Male in der der Räderzackcn