IV
Ich habe daher geglaubt, daß ein Werk, in welchemman die Ursachen, welche sich der Richtigkeit der Ta-schen-Uhren — wie man es von diesen Maschinen er-warten muß — entgegenstellen, so wie die Art, den Gang^derselben zu leiten w., so kurz, als möglich, auseinandersetzte, für das Publicum nützlich werden möchte.
Es dürfte für die Uhrmacher nicht weniger nützlichsein, weil die Mühe, welche sie sich geben , gute Taschen-uhren zu verfertigen, ganz verloren ist, wenn die Käuferderselben sie nicht zu behandeln verstehen.
Diese Betrachtungen haben mir Veranlassung zurAbfassung dieses Werkes gegeben. Um aber diesen Zweckzu erreichen, habe ich damit angefangen, eine Erklärungdavon zu geben, was man wahre und mittlere Zeitnennt; — sehr gebräuchliche Ausdrücke — die erste, dieZeit zu bezeichnen, welche durch die Sonne, die zweite,die Zeit zu bestimmen, welche durch eine gute Pendeluhrgemessen wird. Ich habe die Beschreibung einer Pendel-und einer Taschenuhr gegeben und habe zum bessern Ver-ständnisse des über ihren Mechanismus Gesagten die Haupt-theile jener Maschinen sorgfältig in Kupfer stechen lassen.
Ich habe gezeigt, daß die Bewegung der Sonneveränderlich ist, und nur in dem Falle zur Stellung derPendel- und Taschenuhren dienen kann, da man dieselbevon ihren Abweichungen getrennt denkt, daß diese Ma-schinen von Natur nur der mittlem Zeit folgen können,und daß folglich eine, wie die Sonne gehende Pendel-oder Taschenuhr varnren würde. Man verfertigt indeßPendeluhren, welche die mittlere und die wahre Zeitanzeigen und nennt sie Äguatiovspendeln (Glcichungsuh-ren). Die wahre Zeit bezeichnen sie nur durch Kunst.Man hat auch Aquationstaschenuhren gemacht; aber diemeisten derselben sind sehr zusammengesetzt und weniggenau.