§. 143. 2!tt
und dreht dann diesen Höhenkreis sammt seinem Fernrohre, bisder Gegenstand in dem Felde des Fernrohrs, und zwar in demDurchschnitte der beyden Kreuzfädcn erscheint, die in demBrennpuncte dieses Fernrohrs ausgespannt sind. In dieser Lagegibt die Alhidade m des Kreises AB die horizontale, und dieAlhidade n des Kreises FG die verticale Richtung des Gegenstan-des auf dem getheilten Rande der beyden Kreise an.
§. 143. (Rectificatiou des Theodoliten.) Ehe man
aber mit einem solchen Instrumente zu den Beobachtungen über-geht, mufs es zuerst in allen seinen Theilen berichtiget oderreclificirt werden.
I. Zu diesem Zwecke mufs zuerst der untere Kreis ABhorizontal, oder was dasselbe ist, seine (auf die Ebene diesesKreises schon von dem Mechaniker genau senkrecht gestellte)Axe a b mufs vertical gestellt werden. Diefs geschieht mittelsteiner Wasserwage (Libelle), die man auf die horizontale Dre-hungsaxe CH aufstellt, nachdem man diese Axe nahe in die Rich-tung von zwey der drey untersten, grofsen Fufsschrauben desInstruments gebracht hat.
Man bringt nämlich, durch Drehung der einen dieser zweyFufsschrauben, die Luftblase der Libelle an einen bestimmtenTheilpunct, z. B. an den Punct 10 der Glasröhre Dann wendetman den Kreis AB nahe um 180 Grade, so dafs die Axe CH wie-der nahe mit denselben zwey Fufsschrauben parallel wird. Istdie Blase, bey dieser zweyten Stellung des Instruments, nichtmehr bey dem früheren Theilpuncte 10, sondern z. B. bey 18,so bringt man sie, durch eine jener zwey Fufsschrauben, auf dasMittel jener zwey Zahlen, also hier auf 14, da f(>o-(- 18) = 14 ist.
Dann dreht man den Kreis A B blofs um 90 Grade weiter,so dafs die Axe CH jetzt durch die drille jener Fufsschraubengeht, und bringt auch hier, aber blofs mittelst der Bewegung die-ser dritten Schraube, die Blase wieder auf den letzten Theil-strich 14.
Dadurch hat man das Instrument dahin gebracht, dafs dieLibelle in allen Lagen des Kreises AB, immer denselben Theil-punct 14 zeigt, zum Zeichen, dafs dieser Kreis nun selbst hori-zontal ist.