220
§. 124.
des ganzen Polygons bestimmen. Nennt man daher F diese Flächedes Polygons, so wird auch die Grüfse
Fx *
eine blofse Function jener erwähnten Gröfsen seyn, oder manwird haben
— = 9. {A , A , . . . B, B , . . .),
wo wieder 9 das Zeichen der Function ist. Ganz auf dieselbeWeise wird man auch in einem zweyten, jenem ähnlichen Poly-gon haben:
-pj = 9 • (A , A , . . . B , Zf, . . .),
F .r-
woraus wieder folgt — = — ,
das heifst: die Flächen ähnlicher Figuren verhallen sich wie dieQuadrate ihrer homologen Linien.
IV. Um daher auf einer gegebenen Geraden Aß, auch aus-ser der Figur ABC DE (Fig. 35), eine dieser Figur ähnliche zuverzeichnen, theilt man die gegebene Figur durch Diagonalen inDreyecke, und setzt dann auf Aß ein Dreyeck Aßy ähnlich demABC ; ferner auf Ay ein Dreyeck Ay 5 ähnlich dem ACD ; dannauf Ab ein Dreyeck Abe ähnlich dem ADE u, f., so werdenbeyde Figuren einander ähnlich seyn.
V. Da alle regelmäfsigen Polygone, wenn sie dieselbe Sei-tenzahl haben, unter sich ähnliche Figuren sind, so wird deraufgestellte Satz auch von ihnen gelten, und eben so auch vonjedem Kreise, dem das eingeschriebene regelmäfsigePolygon im-mer näher kömmt, je gröfser die Anzahl der Seiten desselbenist, so dals also Kreise als regelmäfsige Polygone von unzähligvielen Seiten zu betrachten sind; daher auch die Peripherienzweyer Kreise sich wie ihre Durch- oder Halbmesser, und dieFlächen derselben sich wie die Quadrate ihrer Halbmesser ver-halten. Da aber die Zahl 2 x (J. io3.) die Peripherie eines Krei-ses bezeichnet, dessen Halbmesser die Einheit ist, so wird dem-nach für einen Kreis, dessen Halbmesser r ist, die Peripherie
gleich 2 r?r, und die Oberfläche desselben gleich 2 r;r^-j=r ! )rseyn.