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nicht allerdings und an allen orten ruhigerlande nicht sonder göttliche Disposition gesche-hen/ daher wir auch die separaten dcrFran-ckischeu Monarchie in das Kegnum (Zsr-mamcum oder ost-Francken und weft-Fran-ZertkieillttU eken oder kegnum occiäentate ktancorum ansch/Mo^'seinen ort stellen/zumahl Italien garnarchie. bald abgesondert/ und K. Pipinen/dem söhnK. Carls des grossen/ und nach ihme dessensöhne König Bernharden Italien samt derLombarde? durch theilung und vergleichezu theil worden ; nach abgang aber KönigBernhards und bey dem rückfal! an K. Lud-wigen in die theilung dergestalt kommen war/daß der dritte söhn K. Ludwigs des frommendavon seine abftrtigung erhalten hat ; dennFrankreich oder das West-FränckischeKönig-reich wurde in der haupt-theilung dem jüngernsöhne/ König Carla dem kahlen/ zu seinemcrontheil conttituiret A. 841. Unter wahren-den troublen/welche nach dem tode LudwigsIII unv Rarlemans Königs in lVeft-Kauck-reich einfielen/ ersuchten die West-Franckenden Deutschen Rönig Carln den feisten/ daßer das regiment über sie führen möchte/obwohl noch ein junger Herr / Carl der ejnfal-ttge genannt/K. Ludwigs des stammlerssöhn vorhanden/ war. Er gubernirte es auchin die vier jähre als Kayser / nicht als Vor-mund oder aämimttrawr. Da er aber der lastnicht gewachsen war/ ordnete er einen Statt-halter dahin / Otten Grafen von Anjou/welcher hernach vom Kayser Arnulffen con-Lrmiret wurde in seiner charge A. 888 ; dersich aber hernach selbst zum Röntge in Frank-reich auffwarffund die conlirmation von demKayser erhielte. Mit dem verfall der Carolin-ger hörete aber diese iudjeAion auf/ und er-innerten sich die Stande zweifels frey deralten begebniß/da RaxserIustinianus sichgegen König Lotharium in Francken erklä-ret/ daß der titulFranciscus/ welchen zu füh-ren er die eitclkeit hatte/ der Fränckischen Crongantz sonder nachtheil seyn folte/ oder warenzum wenigsten eingedenck aus Kayser Carlstestamente/ welches ein unwidersprechlicherzeuge seynkonte/ daßdas^egnum LsNicanumkeiner höhern gewalt/ weniger Teutschlandeunterworffen/ sondern souverain sey. Wirwollen aber weiter in die fache und schwachungdes Reichs hinein gehen.
Arelat tvie Arelat von der alten König!, residentz'-stadtTcmschland^^ benahmet/war vorzeiten ein ziem-adkommm- ilch großesRöuigreich unter dem nahmen desBurgundischeu Rönigreichs verstecket. Eswaren dessen granyen von S.Ursana in derSchwektz und dem berge Iura biß ins mittel-meer/ dte Rhone herab/ und begriff die land-schafften Burgund/ Savoxen/ Cablais/des-gleichen die Fürstenthümer premont/Oran-ge/die Grafschafften Burgund/ Habsburg/Mompelgard/ Nivers/zc. nicht weniger un-ten das vsupkins la Lrelse und andere mehr.Raxser Conrad I bat zuerst die Kayserl. Ho-heit darinnen geübet; R. Henrichen ll giebtman den rühm/daß er es gleichsam von neuemerworben; Rayser Conrad il hat es beschützetgegen die Unterdrückung derer Frantzosen / undKaiser Heinrich lil hat magnilics da regie-Krste Haupt - Handlung
ret; den theil von Turin und Piemont hatKayser Heinrich v Graf Amadeo u vonSavoyen zu lehn geeignet; RayserFriedrich! hat als Oberherr und jure impenl villtationin Burgund und Arelat gehalten / und die ver-fallene Verfassung wieder angerichtet/ auch dieHuldigung von Fürsten und Ständen einge-nommen/das Ertz-Cancellariat dem Ech - Bi-schofs zu Vienne auffgstragen und andereMajestätische aÄu§ mehr verüber. So schrie-be sich auch K. Otto I V ke^em ^relatenlem,und verliehe etliche länder an Graf petcrnvon Rhomont in Savoyen; Rapser Frie-drich il übte auZ) des Reichs Hoheit darinnen,llnd ob wohl das Königreich Burgund undArelat in viel stücke zertheilet/ und die besche-re derselben in denen trübseligen zeiten desReichs / sonderlich in den innerlichen kriegenund im währenden langen imerreZuo durch hülf-fe und list der Päbste und der Cron Franck-reich von dem corpore lmperii abgezogen/in fremden schütz genommen / und einige vonihren schutzherren untergedrucket / und derCron Franckreich nach der zeit mcorporiretworden. So hat Raffer Rudolph» l in demmit Rönig Carln in Sicilicn vor PabstNicolas iil, als gewillkürtem richter/der Ho-heit dieses Reichs halber gehabten streite dochso viel erhalten / daß der König solch König-reich Arelat/ so viel damahls noch darzu gehö-ret/ von der Kayserlichen Majestät zu lehnem-pfahen/ und die lehns-Pflicht dargegen lei-sten sollen. Eben dieser Kayser hat dem Kö-nige durch das Li. i-zo am -8 Mart. zu Vi-enne datirte decret das Marckgrasthum Pro-vence und die Grafschafft Forkalker zu«gesprochen. Womit aber K. Adolph vonNassau nicht zufrieden seyn/ sondern ftlbiges/en tüveur Rönig Eduarts in EngeUand/Rönlg Philippen dem schönen in Franck-reich entziehen wollen. Dessen nachfahreraber/R. Albrecht / hat seines Herrn VatersfZÄum prsettixet/ und die lehnschafft bestätiget/auch die Hoheit und lehns - Herrlichkeit desReichs aus seine lucceflores tranzf-riret. Mas-sen denn Raxser Carl lV zu Arles A. 1365dieKayserliche Cron sich aufsehen lassen/westches keine geringe anzeige giebt der oberbot-mäßigkeit. Zwar hat dieser Rapser den?Dauphin in Franckreich zc. Carl» das Ge-nera! Dicariat über das Rönigreich Ar-les aus eine unwiederruffliche art verlierhen; nachdem schon vorher A. 134z dasDauphine an den Dauphin Humbert/ jedochmit dem bedinge/ daß es nimmer und zu ewigenzeiten nicht solte mit der Cron Franckreich m-corpvr-iret/noch dem Röm! schenReich damit ge-schadet werden/ gekommen. Wie aber diesesnicht gehalten worden/ajso ist auch vergeblich zusssenren gewesen/daß der Kayser die jur-a lepe-rii mit der lehn nicht auch aufdie fälle des ver-lusts gesetzet / nachdeme das gedächtniß desgerechten anspruchs des Reichs zu solchem Kö-nigreiche viel zu geschwinde vernichtiget wor-den/als es mit der titulatur des Ertzbischoffs zuTrier/ welcher auch mit der Cron Franck-reich gutem willen sich Ertz-Cantzler des Heil.Römischen Reichs durch solch Königreichschreibet/ gnugsam erhalten worden sey.
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