vom hei!. Rom. Reich.
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Hamburg insonderheit erinnern lassen / ihrhierbey habendes interesse in zeiten mit zu be-obachten/ haben diese vor sich und gesummteansce-städte verlanger / daß die HerrenStaaten dem Reiche und dessen angehö«rigen eben die conämonez und sreyheiten/welche sie bep andern Potentaren vor sichund die ihrige suchten/ und erlangten/auch auffrichtig gönnen/und hierzu durchdie Rayserl. Gesandtschasst dispomretwerden lnöchten/ um deren genoß die Hansee-städte auch allerumerchänigst gebeten. Dieübrige Reichsstände haben sich alsosort überdiesem punct nicht heraus gelassen/darüberer dann auf die lange banck verschoben/ undweiter meines bewusts nichts vorgenommenworden/ als daß die freyheiten der Reichs-und hansee-stadte in Frankreich bey demgetroffenen frieden zur wiederherfkel-lung durch ein Rejchs-gutachten reconl-mendirct worden.
MüWühle Im Reiche hat man die zu Leyden inHolland^schaffet erfundene Mtthlstühle als ein schädlich werckangesehen/und als die posamentirer zu Hanauund anderwerts angeführet/ daß selbige auchin Holl-und Engelland wieder abgeschaffetworden / sie und ihr gantz handwerck aber da-durch gäntzlich in ruin fielen und die manufa-ctur ins verderben gienge/ wann nicht imReiche dergleichen geschehen solte/ hat dieReichs-versamlung bey Ihrer KayserlichenMajestät um ein nachdrückliches eäick zu derenabstellung angelanget / welches auchA. r685den 19 Febr. erfolget. Weniger nicht hat
Handwttcket man von abschaffung derer handwerckerMenabge- mißbrauche coniultiret und geschlossen/ dieschasset wer-neuen reglements auch theils orten/ z.e. in
dem Fürstenthum Zelle und anderswo zur in-trncluQion gebracht/ bey andern aber ist manauf der alten leyer geblieben / gleichwie auchdie schnur-mühlen und stühle bey dem satinenbände und der strumpf-manufactur noch im-merzu gebrauchet werden / zum grossen scha-den des gemeinen wesens/ das mit schlechterwahre versehen/und an der consumtion/ indemsonst mehr leute aufdiese und dergleichen arbeitmit der nadel appliciret werden könten/gescha-det wird. Aber es Heist in Teutschland aufeine umgekehrte art gegen ihre vorfahren imHeydenthum: l?lus vailcnt Mali mores, ^U2MbonX lsges.
Contreban, Was bey gelegenheit derer unterschiedenendlrunq der und nun bey Mannes gedencken viererley krieger/Agut?'' wit Franckreich durch ausshebung des com-hat aber nur mercll und contrebanälrung derer ^rany-kriegspiatz wahren vorgegangen/ hat seinen guten nu-gefundm. tzen in? Reiche gehabt / und ist dadurch einesumma von vielen Millionen in Teutschlandeerhalten worden; allein unter dem hütlein istdoch eines theils viel von solchen verbotenenwahren herein practiciret/ und von grossenHerren das meiste Hierwider gehandelt/nechstdiesem aber und andern theils auch durch diemilitz unter dem prserext der cvntrebanclendie inlandische Handlung zu Wasser und landeofft sehr beschädiget/ auch denen hohen obrig-keiten an ihrer Hoheit eintrag und prXjuck? beydenen juribus kscl und sonsten zugeknqet wsr-pst!/ welches sonderlich des löblich Schwädl-
Krste Haupt-Handlung,
schen rreyses geführte klage gewesen/der durcheinen gewissen mit dem Kayserlichen HerrnGesandten/Grasen Sebastian Mnniwaldvon Zeil/und des Herrn General-LieutenantMarckgraf von Baden Hochfürstl. Durchl./auffgerichteten receß und anstalten abgeholf-en werden sollen.
Wegen des gold- und silber-hande!s/unddaß sonderlich der allzugeringhaltige gold-s^r manu-und silber- drat - zug abgestellet werden sol-len/haben Ihre K'ayftrltche Majestät IhreReichs-väterlichesorgfalt bezeuget/und durchein A. 1695 am 11 Iun.zuWien ausgelasse-nes ecilck befohlen / daß forthin alle dratzugs-„f^brlguznten / stücker/knüpler/posamentirer/schnur-und knopffmacher/auch andere mit fa-„den-silber umgehende handwercker/so längs,chiß man sich auf dem Reichstage eines an-„dern vergleichen wird / auf den lE löthigen„halt an der feine mit ernst gewiesen und„drunter zu arbeiten bey straf ivo marcklöthi-„gen go!des/auch nach befinden am leibe/leben/
7.ehr und gut/ coniilcstion der falschen wahre:c.
„verboten worden. Weil aber dieses wohl-bedachte ellick nicht in allen krcyftn zur publica-von kommen/ hergegen der spanischen arbeitmit pckvileZüs an vielen orten gefugt/die gold-und-sitber manusacturirer auch ausser iulpe-<Iic>u gelassen worden ; so ist leicht zu ermes-sen/ wie übeldißfalls das gemeine weftn ver-sorget werde.
Nicht bester ist es dem zwey jähr hernachvon Kayftrl.Maj. in dero erblanden pudlicirtenMandat/ den neuen ausschlug auf die kostba-ren klejder-trachten vongoldeund silber/wie auch seidenen und allerhand gattungspiyen/ perruqven/fontangen betreffend/ er-gange/ baß es zu keiner rechten exscution komen.
Je mehr aber in Teutschland bißher überhauptdas commsrcien-wesen ustzligiret worden/(dennwas Chur-Bayern in seinem Churfürstenthumund landen mit stabilirung des Tuchhandels/undChur-Brandenburg durch auffnahme dereraus Franckreich auffgenommenen flüchtlinge/mit allerhand wüllenen und andern manufa-tturen gethan/ behält seinen preiß vor sich) jemehr hat Holland mit allerhand seiden - wol-len-baumwollen-und andern wahren und indem tuchhandelund wollen-5abrlgue Engellandgegen Teutschland zugenommen und dieses ineine kostbare contnbmlon gesetzt/und steigernnun bey dem kriege je länger je mehr. Da-her auch einige wohlgesinnte aufdieretditutloovurch aufder Hanfee-gesellschafft undbündnistcs ihrabsehen gerichtet haben / in meynung/ es fty ein dcs zu ftftunbillich weftn/ daß die hanfte - städte von dem km?commercio der ost - fte ausgeschlossen und dieHolländer davon weisser ftyn solten. Es stün-de aufeiner klugen balancirung derer commsr-elender grosse theil der Wohlfahrt von Teutsch-land sonderlich denen Kayserlichen erblanden/darzu denn überaus wohl zu statten käme/daßder Czaar in Moftau den weg in Persien undChina eröffnet/ und schon ziemlich grosse cn-ravanen gehen lasten. Persien pouülrte selbstdergleichen combinntlon, und weil MoftauHbbiecokl-und Pohlen ietzo in grossem vertrauen stünden/ Mossauso wurde der fortgang desto gewisser ftyn / be- befötdcnich?vorab dg Wrva und Petersburg/ oder dieGgg 9SS ^ neue