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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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Des Europäischen Herolds erste Haupt-Handlung

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wegen cc>m^dmscivn derHandlungdurch Mo-stau.

neue schantze in desCzaars Händen; und daseine Majestät sich so bündig erkläret / daß sienicht suchten vorsieh congueten in Pohlen unddenen hohen nachbarn ombrnZe zu machen/sonderlich da das absehen mehr darauffgerich-tet seyn möchte/ wie er/wann erirape-onter-obert hätte / Kayser in Asien würde/ :c. Manist tieffer in das werck hinein gegangen/und hatein gewisser gelehrter Edelmann am Kayssr-lichen Hofe seine gedancken in folgenden ent-decket.

Ohnvorgreifflicher entwurff/ wie unterperpetuirljcher prvteÄion und Garantie der Rö-mischen Kayseren/ Königen zu Pohlen undDännemarck / auch Groß - Czaaren von Mo-ssau item des Königen zu PreußenMajestät concurrentz/die alte Hansee-städtischebündniß re'stabiliret/ mithin die Xmulntionund wohlfeilkeit deren commercien erreichetwerden könte-

Worinfalls circs polübilitatsm 6c utilita-tem kujus propoliti voranzufügen/ und dergantzen welt bewust ist: was gestalten dieHerren Holländer/ welche Milium Kujusseculi kaum vermocht / ihre dämme und was-»ser-währen in bau zu erhalten/ vermittelst»deren so genannten Indianischen comp-,-»Amen / nunmehro das monopolium totMs uni»verü, nebst dem grösten reichthum von Euro--,,pa besitzen/ auch die commerce nach ihremeinfall cllrigiren und steigern / hiermit aberandere lande 26 commil'erutionem U5HUL aus-saugen; wodurch sie binnen einer zeit von 100jähren anhero sich also empor geschwungen /daß sie nunmehro sich unterstehen dürffen/ so»zu sagen/auch in luerarcbia uuiverli, das lu-premum arbitrium und moäeramen Über allePotentaten zu prXtsuckren; und diese Hoheit/wie gedacht/haben sie vermittelst deren commer-ce» erreichet / unerachtet ihre Handlungenmit überkostbaren schifffahrten und taufender-ley schwürigkeiten in allzuweit entlegenenlanden getrieben werden müssen/ deren MM-cultäten kaum der hunderte theil demjenigencommercio beykommen wird/ welches unterzusammen gesetzter protection obiger hohen Po-tentaten errichtet werden kan. Zum exempel/die Holländische commercia bestehen capitali-ter in sünss theilen/ nemlich:

1 nacher Ost--und

2 West-Indien/

9 über die straffen nacher Smirna/

4 in die ost-see/ und

5 ins weisse meer nacher Archangel.

Nacher Ost-Indien müjssn sie zweymahl

die linie paßiren/ und mit noch mehrer müheihre merces nacher Lenäer csmerva, in Mogol-lischen reichen aber über Agra nacher Suratezusammenschleppen. BeyderIndien fahrten/nebst bessglung der straffen / können nur unterconniventz derer Königen von Spanien/Franckreich und Portugal!/ doch bey tausen-derlei) Nachstellungen deren sie »räubern con-tinuiret werden.

Der ost-see und des weissen meeres besu-chung aber äepenckret von denen anfangs er-nannten potentien. Und alle diese Hoheit tön-te in einem monat sich zertheilen/ wann aller-

höchst gedachte Potentien sich zusammen ver-gleichen/ und die Hansee-städtische bündnißwieder aufrichten/ auch zu besserer regul brin-gen möchten. Denn also würden durch Per-sien/ item durch dieUsbockischeTartareyundMossau viel sicherer/ mit leichterern Unkosten/auch frischer alle wahren nacher Teutschlandzu bringen seyn/ wie solches auf der mappszu äcmonliriren/ und annebst auszuweisen ist/daß der Groß-Czaar von Mossau bereits vorungefchr 15 jähren durch den ^lexsnäer pro-telleno mit ziemlich grossen ksravanen nacherckins die probe machen lassen / und nicht alleinden weg nähender als die mappen zeigen/son-dern auch einen unglaublich besseren nutzenbey der verstech-und lieferung befunden habe.Und weiln aus dem Caspischen meer biß inKayserliche erblande die wahren hin und hermit lamer rivier-fahrten gebracht werden kön-nen; wer solte wohl an dem compenäio deswegs und werthes mehr zweiffeln ? daß nem-lich diese neue ttra6a kaum den sten theil We-ges ausmache/ und weder meer-gefahr nochräuber zu fürchten habe.

Was nun aber in diesen nutzbaren abzie-lungen gleichsam die seele und hauptwessn seynwird/ bestehet

1) jH confoeäerirung obiger?otentien/dar-infalls öenen miMen,-» anheimgestellet w:rd/wie die concilürung deren gegen und mit einan-der habenden staats - internen zu finden.

2) Die ausmachung des äekcnlion - werckszuwasssr und lande.

Z) Die commercisI-correlponclentz/iteM zUwaffer und land/worunter daspoftwesen.

4) Die vergleichung der müntzen/ mauth-undgabellen/auch gewicht undmaaß.

5) Eintheilung des handlungs - ckreKotti,und deren Haupt-stapeln odcr qvartier-städten.

6) LlZlliüciruNg des mercantl! - raths unduniversal - Wechsel - ordnung/ zc. :c. :c.

Uber welche samtliche puncta bey einem der-halben veranlassenden conZresz sich das erfor-derlich von selbsten an die Hand stellen würde;insonderheit wann zun; conzresz Lübeck 'er-wehlet werden solte/ als welche stadr von altersanhero dasckreÄorium deren hansse-städtege-führet hat / wobey es auch aus trifftigen Ur-sachen verbleiben/ und die handlungs-corrs-sponclen? hauptsachlich auf hier nach folgendestädte verleget werden müste.

LÜbtt? 6ireckoria1 - contor.

unter KavlerlicberRhein/

^ ^Bremen.

Königl. Spanisch Ostende in Flandern.

Kön.al ^änisrb ^Bergen in Norwegen/Konigl. ^unljch ^ Coppenhagen.

Königl.Puusissh u. t Camin in Pommern/Chur-Brandenb. < Königsberg in Preussen.

sDantzig/

König zu Pohlen ^Riga/

'^Narva.

Groß-Czaar Archangel/und wegen des Smirnischen commsrcü,auchder commercial-communication in meäiterra-ueo, Luksri, Carlwang/ S. Veit/ oder ein an-derer