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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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966
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966 Des Europäisch en Herolds erste Haupt-Handlung

nicht auf dcn Haiard der conSlc-tion setzen. Schwab-und Fränckische Reichs-kreyfe s»

Sonst ist derer Evangelischen Stande ih- schänd-und mmerlich verderbet/ und theilsrem pZrticuüer interesse gemäß/ daß Schweden durch das schwerdt und feuer/ theils durch diein Teutschland bey ansehen und kräffren blei- ungegründete palni^ve derer äepencientzien undbe/ um die gargntie des Westphalischen srie- reunionen spoliiret haben ; welches Unglückdens gegen die steten contraventione8 der Ca- man vermeiden/ oder bey dem darauf? erfolg-tholischen clerisey nachdrücklich leisten zu kön- ten kriege rellsuriren können/ wann man dienen. Oännemarck ist ein getreuer Stand des noch übrige macht mit rechtschaffener zusam-Reichs/und leiden dessen gescheide maximen mensetzung und tapfferkeit hätte gebrauchennichts/ es fehlet auch an gnugsamer macht/ nur wollen. Jetzo/ da die hohen Mitten und ftem- Ngesin Nieder-Sachsen gegen Hamburg mit effect de hülffe/ nechst GOtt / den feind / bey ge- ess! TemFoder ernst was anzufangen / geschweige denn genwattigem kriege/theils von den gräntzen M-Pttden Kayser und das Reich zu trotzen; Römg abgetrieben/ ruhet beatioris leculi ortus oder die hwausfub-Christian IV bekäme die Händel mit denen Hoffnung / die verlohrnen Reichs-provintzien rung desKaysertichen/ suchte aber nach der Niederlage wieder zu erobern/aufder glückseligkeit der com-bey Königslutter des Kaysershuldeund ward bmirten Waffen; dabey denn zu wünschen/daßhernach sehr frohe / als der Brömsebröische die zufammenhaltung so patriotisch und nach-friede mehr unrath verhinderte / so ihm die drücklich geschehen möchte / als die gemeineSchwedischen waffen aus Teutschland andro- wohlfart/ der rechte gebrauch der durch GOt-heren. tes seegen erlangten avsmages und die glorieVer ichige Daß Ihr. Kays.Maj.und hernach auch das der Kayserlichen Majestät und des Reichs esFranI'cich Reich ausser Chur - Cölln und Chur - Bayern erfordern.

^ em sich in dieSpanische succelllons -sache durch den Was der Römische Staat vor diesem Maximm

weg der waffen in Italien und Piemont/ am und nach dessen verfall der luccellor, der Pabst ^enz?'

meisten aber in Teutschland gegen Franckreich zu Rom/ vor maximen gehabt/ ihre macht zu er- machen/ hat

engtet/ darzu hat man die gröste raison von weitern und fremde Reiche und lande zu ge-

der welt/und haben die anfangs sehr übel luäici- Winnen; was auch Franckreich vor künste ge-

ret/ die diesen krieg vor der allgemeinen Reichs braucht/ die gräntzen zu erweitern / und um die

knegs-äeclaration nur vor einen particulier-krieg aus einem falschen testamente angemaßte

desErtz-HauseS Oesterreich und vor mäMrenc Spanische luccesLon zu behaupten/ (wovon

gehalten/ ob sie sich vor die Kayserl. Majestät hin und wieder anmerckungen zu finden;) der-

erklären/ und ihr hülffe thun/oder mitFranck- gleichen weiß das heilige Römische Reich

reich und dem vuc ä' ^njou umtreten/ oder Temscher Nation nicht/ als welches vor sich kei-

neutral seyn wollen. Dabey zwar Ihrer ne kriege ansänget / andere zu <Mnäiren und

Kayserl. Majcst. und dero hohes Hauß sehr damit seine macht zu vergrößern; darzu hätte

wohl'fahren können/ wann man wegen Mey- es aber gerechte msach und unwidersprechli-

land / der Lombardei) und des Burgundischen che titel / wenn es in rechter conflmAion der

kreyses keine empfindung haben/ und also hat- gemücher und waffen pine verlohrne lande

te geschehen lassen wollen/daß unter geseegnung wieder herbey zu bringen demühet seyn wol-

dero waffen das Ertz - Hauß sich dieses kreyses te.

und landes/ als eines von dem Reiche unab- Zur macht und Wohlstand eines staats Commrck

hängigen eigenthums/bemächtigen und appro- gehören die commercia und deren flor. den^woh?

prüren können. Aus bisher gemeldetem erschei- Wie es vor alten zeiten damit in Teutschlande st««d eines

net nun/ welches die macht und das wahre in- bewandt gewestn/ ist ohne noch zu untersuchen.

teresse des heiligen Reichs sey/ darab zu erken- Das ansee . bundniß ist aber das merckmahl/

nen ist/ daß/ wenn das Reich seinen staats-vor- in was zustande sich vormahln Handel und

theil recht zu beobachten wüste/ es vor und in wandet befunden.

sich selbst unüberwindlich und so formiclabel, Dieser großmächtige bund ist etwa anno Hansttbund.auch so glückselig allenthalben seyn würde/ als Christi 1170 zum stände kommen/ ob er gleichBernachläft hergegen die hindanfttzung aller seiner staats- nicht alsofort zu einer solchen weite und potentzsÄchs Ä Nutzbarkeiten und maximen / welche sich son» erwachsen / sondern/ wie es in dergleichen ge-messe. derlich nach dem Niemagischen frieden und bet/ nach und nach seine mcremema gehabt,bey denen Irantzöischen reunionen äusserte/ in- Der nähme ist ihnen nicht von der fte zukom-dem bey diesen letztern das Reich stille saß/ und men/wei! ihrer viel nicht an der see ihr lager Ha-sich zu Franckfurt um die ftffelzanckten/hernach den/ man wolle denn es daher nehmen/ daßdas betrübte und bezügliche arnMitium ein- sie zur see die Handlung hauptsächlich getrie-giengen/ bey jenem aber dem Kayser zum ftie- den ; sondern von dem wort hanß/ hanße/den Zrswüreten / der ihnen doch so gar prXju- welches die Handlung bedeutet/ und noch in et-«Zjcirlich war. Dann auch der eigennutz und lichen Reichs-städten zu finden/ da der Hanß-liebe zur eigenen großmachung/so wohl der an- Graf diejenige obrigkeit ist/welche mit Handelhang und theilnehm - auch beförderung der und wandet zu thun hat. In den Spanischenfremden / dem Reiche schädlichen mteressen/ Niederlanden hat man sie dieOstezschea stad-wie auä) die äiKä^ntz und trennung zwischen te und Osterlinge genennet; ihre abtheitungHaupt und gliedern/woraus deshllsmstis cks- ist auf vier qvartieren oder vier Haupt -con-jöimion fließet / die Ursachen sind/ daß sich toirenbestanden/ nemlichdas Lübeckische/ dasFranckreich in dem verschienenen ieculo diefir Cöllnische / das Braunschwcigische und Dan-Dwäche künstlich und mit seinem besondern tzigische; wie solches benebens der andern artnutzen bedienet/ hergegen die Ober-und Un- ihrer abtheilung oben sot. 178 einbracht wor-ttr-Rheinische/Westphälisthe/ Burgundische/ den/ und allhier noch darzu zu thun ist /, daß