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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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vom heil. Röm. Reich.

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Lübeck als ihrer aller Haupt / die cantzeley/ dasarchiv und gleichsam die Haupt - lade das jusconvvesnäi und die ausschreidung derer bun-des-tage gehabt. Das allhier gemachte bübi-sche recht war auch das reglement/ wornachsich die andern richteten / wie lex kkoäia vordiesem bey dem Handel von Levante. Zu sei-nem qvartiere gehöreten die städte Hamburg/Rostock / N?ißmar / Stralsund / Lüne-bürg/ Sterin/Ancklam/ Golnau/ Gryphs-walda / Colberg / Rügenwalde / Riet/Stargard/ Stolpe / :c. Zu Cölln rechne-te man die städte/ Ülesel/ Duisburg/ Em-merich/ vvarburg/ Unna / Hamm / Mün-ster/ Minden/ Osnabrück/Dortmund/Soest/ Hervorden Paderborn/ Lemgo»/Bielefeld/ Lippstadr/ Cosfeld/Niemä-gen/Aütphen/Rüre,nund/Arnheim/Ven-lo/Eilburg / Harderwpck/ Thiel/ Bam-meln/ Deventer/ Campen / Swoll / Gro-ningen/Bolswerder/ Gorcum / Hinlo-pen/ Stavern/ Embden/ Briel/N)terin-gen/ Mittelburg-Zu Braunschwejgwerden gezehlet die städte Magdeburg/Hal-le/ Goßlar/Eiinbeck/ Gottingen/Hildes-heim / Hannover / Ulsen / Buxtehude/Stade/ Brehme» / Hameln/ Minden/Soldwedel/ Ascherslebcn/ Northeim/Helmstadt / Franckfure an der Oder/Brandenburg/ Goßfeld / Vemmin/ Oved-linburg/ Stcndel/ :c. ?c. Nacher demDan-yiger qvarrier wurden gezogen die städteKönigsberg in preussen/ Culm/ Thoren/Elbingen/ Brunsberg/Riga/Vörpt/Re-vel und andere mehr. Einige hielten es nurin gewisser maße mit dem hansee-bunde / alsErfurt / Halberstadt/Berlin/ Breßlau/Stockholm / Rrackau/U)isby / zc. undhatten die bunds-verwandten ihre comoiren/Niederlagen / pack - und kauff-häuser/ auch aus-serhalb des Reichs zu Antwerpen in Bra.band/ Brück in Flandern/Bergen in Nor-wegen/banden tn Engelland/ RochelleinFranckreich/ Novigrad und Archangel inAeuffen.Aus oiesem hansee-bunde bestünde vordiesem die potentia maritima oder see machtdes heiligen Reichs/ welcher wiewohl zurunzeit und sonder nutzen/ mehr aber zum scha-den und jalousieKayser Ferdinand il sich un-ter dem verhaßten nahmen des äomimi marisanmaßete? und die fache durch den formida-beln General Wallenstein noch oäiöler mach-te. Die occalion zu diesem mächtigen bundewar zuerst die gewerbschafft zu wasser/ see undlande/ und als diese von denen benachbartenFürsten und Herren / deren städte sich theilsauch darzu begeben hatten/ einige ombragedarüber schöpfften/ die Dänen und Islän-der/ wie auch die Schottländer und Schwedenaber/ ihnen den grossen zuwachs der commer-cien mißgönneten/ und wie es bey reichenkauffleucen / sonderlich in denen vorgemeldtenqvartieren/ da die sitten nicht so polit waren/herzugehen pflegt/ das guth muth/muth aberübermuch machet/ da diese hansee-gesellschafftwas mlojencwurde/ ihnen bey dem Handel undwände! viel ungelegenheit zufügten/ schlug esdahin aus / daß diese hansee-gesellschafft denHund zu einer staats-conlociatwa aufrichtete/

und sich durch die waffen bey ihrer Verfassungzu beschützen alle anstatt machte / auch darin-nen so glücklich war/ daß wegen ihrer pr«po-eentz sich auswärtige Könige und Staaten mitihnen in alliantz eingelassen/folglich ihnen dasrecht Gesandten abzuschicken / und der Hand-lung bestes zu befördern/ Zugestattet haben.Dannenheroauch dieser Hansee- bund so formi-dabel worden/ daß kein König sich getrauet mitselbiger sich zu zersplittern/ weit sie das kriegs-und stiedens - recht würcklich exerciret und ineiner gewaltigen Verfassung gestanden. Wiesie denn auch ihre gesandschafften an den Rö-mischen Kayser und an die Reichs-Versamm-lungen geschickt/ und allda gleich einer freye«Repubttqve audientz und alle ttonneurs em-pfangen haben / sie hatten eine solche strengebey der aümmittration der gerechtigkeit/ daß/wenn eine stadt sich mit ungehorsam oder sonstgegen das corpus, oder auch das qvartier ver-sündiget/ das Hansee-gerichte zu Lübeck gnug-samen zwang hatte/ sie zur raison zu bringen,Anmaßen es der stadt Braunschweig/ diedoch eine von denen vier haupe-städten war/begegnet/daß sie A.iz8z von der gemeinschafftder Hansee ausgeschlossen/und eher nicht wie-der ehrlich und Handels - fähig gemacht wor-den/biß sie durch ihre deputirte auff dem con,vent zu Lübeck mit bloßem Haupt und nacken-den süssen / brennende wachs-lichter von derS.Marien kirche/ biß zum zunffthause/ tra-gen/ und daselbst abbitte und p«nttentz thunmüssen; welches Kaystr Carl iv ihnen gargut gesprochen hat. Die proteKores derhansee-gesellschafft waren Vorzeitendes Teut»schen ordens Hochmeister; und als eV mitdiesem großmächtigen orden in versall oderverschwächung kommen/haben sich die Königeiu Schweden/vannemarck/ja auch derRöntg in Spanten wegen derer Niederlan-de sonderlich zu ihren schutzherrn angegeben.Der vuc ä'Hlen-on General - Gouverneurin denen Niederlanden / oK-mte ihnen auchden schütz; es war aber mehr eine gute mcli-Nation als Wachsamkeit vor das commercium»Der Röntg in Franckreich hat ihnen viel pri-vilegia gegeben und die alten erneuert/wiedavon die diplomata im drucke verbanden sind.

Und da der Rapser und das Reich vermögederer Reichs-jayungen ihre fürnehme ge-sandschafften an das corpus versendet/ auchgewisse iublicka zum behuff des Reichs ih-nen anmuthen und abfordern lassen/ ihnenauch von gekrönten Häuptern a^veund pM.vedas Kations-recht/zusamt dem kriegs-und friedens,rechte/ zugestanden worden;so äisputirten vor diesem/ und etwa noch dieliebhaber der alten grillen vergeblich / ob ihnendiese hohe gerechtsame zukommen möchten? All-dieweil aber dieser hansee-bund nun verfallen Jetzigeund nur einige städte noch übrig sind/ als Han, "^han,bürg/ Bremen/Lübeck/ Sterin/ Rostock mÄich!*N)csel/ Cölln/Mayntz/Franckfure amMayn/ Nürnberg/ Augsburg/ Ulm/Bo-ye»/ Leipzig/ Breßlau / Magdeburg/Braunschweig/ zc. weiche noch etwas in derHandlung im Temschen Reiche chun/so ist aucheine schlechte commercien-verfassung und ma-nufactur-wesen vorhanden: denn wenn sichun-ter