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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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Des Europäischen Hcroids ersieHaupt-Handlung

nommen ausgegeben werden. ?ln krö-nen aber so!! eine CoinisHs znarck 70 stück/und au fem 21 karath/ das ist/ ^lorh 12,grau halten. Die übrige nutzbaren Verfü-gungen gehen dahin/ daß niemand munyenst!!/ als der solchen regals gnugsam be-fugt/ und daß man aus der mümz-gercch-ttgkcit keine meresn? znachcn/ und durchVerpachtung oder andere unzuläßiichewege vorrhcil damit suchen / sondern stl-chc dcm heil. Deiche zu ehren und Wohl-fahrt brauchen/ und also auf das rechtegchait und gewichte ausmünden laßen sol-le. lind daß zu desto mehrerer aufflicht in je-dem krebst nur drexoder viermüny-stad-te angerichtet stxn/ die Hecken-münyenhm und wLLder abgeschafft/ und alleindenen Standen/ welche eigene bergwerckehaben/ besondere mümzen darneben zu hal-ten zugelassen werden. (Alst sind im Oder-Sachsischen krexse Leipzig/ Berlin/Ste«tin und Saalfeldz im Wieder-Sächsi-schen/ Lübeck/Magdeburg/Bremen undBraunschweig zu orcj>^r-müntz-städtenbe-liebet und verordnet worden.) Daß ferner diezu denen müny-stadtcn gehörige disner/münymclster und gesellen auf die Reichs-müny -ordnungcn becxdigee/ ein gewissergenera! - wardein / deraufdie münger nnkrexse achtung gebe/ ihre müntz-sortenaufziehe / probire und examinirc/besteliet/keine gute Reichs-münge wieder in tie-gcl geworjstn/ verschmelzet / und kleine-re/ringhaltigcre strten daraus gemacht/oder sonst geringere / geseigert und gra-naliret/odcraus einander gekörnet wer-den sollen. Dahero denn weiter Verfügunggeschehen/daß zu Handhabung der Reichs-müny - ordnung die Stande jedes jähr^mÄher lind am I Oceobr. in den krex-

Reichs- " scn zustinmen kotnmen/die probaüvn de-unmtz ord.' -zp krexse geschlagenen/ auch examina-tion der fremden dahin gebrachten mün-yen halten/ die ungerechten strten ver-bieten und abschaffen / und die Verbrecherstrafen sollen. Gestalt denn denen Stän-den ftlbft/welche diemüntze mißbrauchen/dielussentwn oder gäntzliche privation solchen re-gals/auch wohl merkliche geld-buffen/ denmüntzern aber oder andern / so die müntze fäl-schen/verringern/ beschneiden/ seigern/unge-bührlich auswechseln und aus dem lande brin-gen /allerhand hohe strafen am leibe/ehre undgut bevorstehen/und in denen Reichs-abschie-den und Ordnungen enthalten sind,brechen Wiewcnigaber diese heilsame Reichs-w müntze Sesege in Observanz konnnen/ und wie dasnesen. niüny wesn hergegeir in abfall gerathen/und unter der hohenLandes-Obrigkeiteu öffent-lichen nahmen und wapen/ Mit dero ccmmventzallerhand schändlich gemischte betrügliche undunwürdige sorten eingeschoben worden/undwas darnach/ da der betrug etwa angemercktt/und von derNcichs-Obugkeil/oder dem gantzenkrevft die ringhaltige müntzen gantz verrussenoder clev-zlviret worden / denen armen lernenvor schade und einbüße daher entstanden/dar-über ist lange zeit viel klagens in Teutschlan-ds gewesen/und scheinet leider! daß dem so

tief eingcwurtzelten übel nicht zu fteurensey-

stvat inkarcirscrumeniz

lurpe lucrum Zc Zravia^.5 furtis äiüemlere

ülcc>5.

Aus dem Reichs-tagzu Regcnsbttrg6sA. i6s4 hätte man nach der reformatio!, ge- -meiner policcy auch dieconfutioo und Unrichtig-keit im müntz-wesen zur Hand nehmen sollen;weil aber die zeit zu kurtz gefallen / hat mandiesen seht nöthigen PUNct prorogata comi-tia ausgestzt. Jmmittels ist zu abwendungstthaner Unrichtigkeit in der Aaxserlichen^eopoldinischen capitulation, art. und nach-deme N nschmahlige Vertröstung geschehen;bey der nochwährenden Reichs - Versamm-lung zu Regensburg hat man A. 1668 undin nachfolgender zeit fieiß fürgewandt/das Mas bey

müny-wescn in bessere ordnung zu stellen/Aigem

und die beschwerungen und Mängel ab-ds/mü?

zuschaffen. Gestalt denn verordnet worden/^^0°

daß der Reichs-thaler bex seinem inner-lichen gehaltst wohl/ als dein äuserlichenWerth der 90 kreuyer verbleiben/ undnach diesem fuß und richtpfennig die imReiche gangbaren silbernen müny-sor-ten vslvlret werden solten. Man hat auchzu abschaffung des luxus und des gold- undsilber - bruchs gewisse anstatt abgeredet.

Wegen der schiedmünye und ausmünger-lohns/auch anderer müntz -koften aber/hat mandie durchgehende beständige richtigkeit nichtfinden können/ dahero und weil zumah! dleRönttsche Aaxserlichc Majestät den zu-K Maj.Mstand dero erb-Römgrejche und lande we. ^en d>?gen der mit denen benachtbarten Ronig-RciMMreichen/ Potentaten und Republiqven/A^^als Ungarn/ Polen/ Italien/ der cxdgenos- lassen,senschaffc tn Schwciiz/und so gar mit deinerb-feinde selbst habender coniinen/ mit denübrigen Reichs-kreysen und lande in keinegleichheit conclefcenäiren/ noch ihre schied-müntzennach dem im Reiche cietsrmimrtenfuße vslvwen und reZuliren lassen wollen/ist dieses heilsame vorhaben aus Mangel bcnö-thigter confoi-mität ersitzen blieben. Und ha-ben die von dem gesamten Reiche dargegenaufs beweglichste eingewandte remonttrstioneskeine mehrere würckung gehabt / als daß end-lich A. 1677 ein Aaxserlich cdictzur publica-

tion, jedoch nur auf ein irlterim gebracht wor-den.

Nachdem aber dieses von der Römischen DahermrdKayserlichen Majestät in das Reich ausgelasse- die umichtig-ne müntz-edict zur execution nicht kommen/ und

die cvnkunon im tNUNlZ-wesen sich linmerzu veranlasset

vermehret/ hat man darauffA- ^68odie-^es^st materie abermahls zur Hand genom- müntz-men/ und aufveranlassung des von denen drey^^'correspouclirenden oder - kreysen A. 1679 auf-gerichteten müntz-recclsus besagtes müntz-edictnochmahls erwogen / selbiges zum gründe derReichs -conlukatiorien geleget/ und in vielenlelüonen aufmittel und wege gedacht.

(1) lVie Interim und prXÜmmariter biß^.^h^

ZUM erfolg emes ganyllchen Relchs-schlus- gelingenses dem ausmünyen der ringhaltigen str-A^" ^xcnzusteuren?

(2) rvie die in dem Interims--ebjct ent-

hnl-