vom heil. Röm. Reich.
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zu halten / und durch langsames conlukiren diegelegenheit hätte vorbey gehen können/ beru-higten sich dieselben ; und behauptete derKayserl. Hof durch dieses cxempel abermahl„die maxime: daß die Reichs - Stände schul-dig waren/ zu denen Türcken - kriegen ihre„hülstezu schicken/ und doch bey denen frie-„dcns - tractaten von dem jure paciz nichts zu„^rticipiren hätten.
Als A. 1672 die Cron Frankreich die ver-Aeb7zm re? einigten Niederlande mit einer grossen kriegs-?'rReici"' '-macht überschwemmete/ und eine grosse an-kriegs-vezfas- «zahl dero völcker ohne des Kaysers und dersung anlaß. „Stände des Reichs einwiüigung auf des„Reichs boden führete / auch verschiedene„zum heiligen Reiche gehörige ptätze mit kriegS-„macht überzöge und feindlich tractirte/ da-durch aber den Weftphälischen frieden zum„bruch setzte/ die Straßburger brücke abbran-nte/ darneben der Römischen Kayserlichen„Majest. durch dero zu Regensburg und Wien„habende Gesandschafften allerhand unanstän-dige anmuthungen thun ließ / und aufm fall/„daß der Puffer sich vor die bedrängten alliir-„ten Chur und Fürsten des Reichs mit seiner„armee über Eger heraus moviren würde/„den einsall in dero erblande mit ZOOOo mannandrohete/ und dannenhcro ihre KayftrlicheMajestät den Händeln langer nicht zusehenkonten / proponirten sie dem Reiche der-malst eine kriegs-Verfassung und seststel-lung der Reichs - sicherheit/ und gesonnenan Churfürsten/Fürsten und Stände diecon-jun5tion der waffen mit ihrer bereits damahlsin Böhmen marchfertig stehender armade.So setzten sich die kreyse in Verfassung / IhreMajest. der Kayser aber publicirten die man»data avocatonz A-l67Z UNd 74 ins Reich/undermahnetenChurfürsten und Stände/ gegen„die friedbrüchige Cron Franckreich ihre„mannschaffts continZentien anziehen / und„aller Neutralität absagen zu lassen / auch ehe„das Reich den krieg der Cron FranckreichEs wird aber „ankündigte. Mit der Reichs-kriegs. ver-"^""^'faffung aber gienge es abermahl sehr langsamdaher / und musten die pam'culier-alliantzenmit denen mächtigern und armirten Ständendas beste bey der fache chun. Denn obwohl ei-nige regimenter/ welche aus denen Reichs-contingenten mehrentheilszusammen gebrachtworden / unter dem commando des HerrnGeneral Feld-Marschalls/ tNarckgrasenFriedrichs von Baden/ den kriegs - operatio-nen im Elsaß und am Obern Rheine mitdeygewohner / auch Philippsburg endlicherobern helffen/ hat doch dieses corpo nichtlange bestehen können/ angesehen theils dertrouppen durch revocarion derjenigen Stände/welche sie gesteller/unb nunmehro wegen ander-weit getroffener allianzen ande:swvhin gebrau-chet/theiis auch durch treffen/ kranckheir und inandere wege gäntzlich zerstoben ; und mithindie Reichs - armee in nMilum relolviret wor-den.
Als nun nach geschlossenem Niemägischenfrieden der Nordische krieg noch eine zeitlangfortgewahret/ und die Frantzöische Waffen nichtnur sich immerzu auf des Reichs boden befun-den/ und je mehr und mehr verstärcket/ son-
dern auch die Cron Franckreich eine schönelandschafft nach der andern jenscit Rheins/unter dem vermeynten titul der bey den Nie-mägischen friedens- tractaten von der Kayser^liehen Gesandschafft ihro hiergelassene äepen-äentien von Elsaß und derer stissterMey/Tullund Verdun an sich gezogen/ und denen sou-verainen kammern zu Briesach und Meyincorponret; sind Ihre Kayserliche Majest.veranlasset worden / die Reichs-versammlungabermahl wegen der reaisumnon des punck,lecuritar>8 public« beweglichanzuennnern/und ric>n derihr anräthiges gutachten zu erfordern / wieund wordurch der von Franckreich widerden Niemägsschen frieden aus des Reichsboden verübten und mehr zunehmenden eigen-thätigen gewalt gesteuert werden möch-te. Allermassen sie auch vorher die auserlichesicherheit des Reichs und friedens mit grossermühe und Unkosten / auch mit Hinterlassung ih-rer eigenthümlichen stadt Freyburg im Vriß-gow befördern helffen / und zu maintenirungsolchen und des Weftphälischen friedens/unddamit die darüber entstandene ckikeremien inder güte beygeleget werden möchten/ dero Ge-sandschafft zu Ihrer Königlichen Majestät inFranckreich abgeftrtiget : Alles der gutenHoffnung/ es werde diese Cron von fernerenfriedens-contraveutionen und reunionen abste-hen/ und die reültution der beschwerten Reichs-stande auf dem zu Franckfurt zwischen IhrerKayserl. Majest. und des Reichs/ wie auch desKönigs in Franckreich 6eputirten zu solchemende angestellten congrels erörtert und beför-dert werden; Man hat auch der alten staats-Mazim t mpace clsbello cogitanclum, nicht ver-gessen/ sondern aufmittel gedacht/ den friedenauf den unverhofften fall der verunruhigungdesselben zu handhaben/ und den wahren ge-nuß solchen edlen kleinods bestandig zu erlan-gen : zumahln auf eine Versicherung des Reichsdesto mehr zu trachten war / alldieweiln sich der «crbfeind in grosse kriegs-ptTpararoria gesetzt/und den Überrest des Hungarischen Königreichsmit blutstürtzender gewalt an sich zu reisten an-drohete.
In detrachtung nun der grossen gefahr/unddaß diese grausame invallon das Röm. Reichso leicht/als die anderePotentcuen treffen möch-te/ und mit einer hinlänglichen kriegs-Verfas-sung desto weniger zuzuwarten war/ habenJhr.Röm. Kayserl. Majest. zu ansang des lei-sten jahres die gesamte Stände ihres hierbeymit-waltenden intereile und clevotion gegen dasallgemeine Vaterland abermahln sorgfältig er-innert / und derosetben meynung über denpunct der Reichs- sicherheit und sonderlich übernachfolgende cleliberancisperciecre:um bey derReichs-Versammlung erfordert.
(1) Ob nicht die anzahl der völcker/^uewelche das gesamte Röm. Reich zu semer übersicherheit auf den bemen zu erhalten/unddererselben sich contra (juoscunczue aZ^retlo-
res zu bedienen ? gleich so bald äetermini-.ret/ dabey auch
(2) verglichen werden könte/ wie viel einjeder kreyß hievon zu stellen hätte? Obauch nicht
(5) räch-