M Des Eüropäischcn Herolds erste Haupt-Handlung
(z) räthlich/ wegen des Unterhalts ej, psrtition in die kreyse tractiret; und ist zwar
ne gemeine cLli'am aufzurichten? Und derjenige mc>6us , dessen man sich A. 1672 ge-
(4) ipecikLiren / was ein jeder kreyß braucht/ wieder / jedoch ohne ptXjuäi-und mithierzu beizutragen hätte? oderob es nicht Vorbehalt der moäerLtivn, beliebet worden;
(5) besser/ daß solche kriegsvölckernicht dieweil aber das Chursürstliche coüe^ium ihraus der gememen/sondern vielmehr eines proM ohne Zuziehung des Fürstlichen gemacht/jeden kreyses cM bezahlet und verpfleget hat dieses einen besondern emthetlungs - eru-würden? Ferner ob wurff begreiffen lassen / und selbige einander
(6) die Werbungen alsobalden durch die commumLiret / und darüber Lvnsultiret/ wel-kreyse vorzunehmen? und weiln verschiede- ches vor dem andern zum gründe der contin- ^ ^.ne Stände nicht armiret/ mit unversuchten xentien geleget werden folte. Man hat sich rmm w?'soldaten aber dem wercke wenig geholffen/ in den höhern Reichs-colleZüs über dein verglich^
Ob nicht (7) diejenigen Stande/so all- repsrtitions-punct endlich verglichen / und
bcrclts mit völckern versehen/zu ersuchen ist darauffdas corrigirte lcbems, wiewohl nur
waren/ daß sie hievon einc,n jeden kreyß/ vor dieses mahl und ohne zukünfftige conle-soviel er begehret/und von nöthen hätte/ beliebet/ auch darauffdes Reichs gut-
auf seine des kreyses Unkosten und darge- achten erstattet worden,benden unterhalt überlassen möchten? Bey dem dritten puncte haben JhreKay-
Wann nun über diesen puncten zwischenJhrer serl. Majestät zu erleichterung des wercke vor-
Kayseri. Majest. und dem Reiche vergleich gc- geschlagen / daß die Stande/ welche völcker
troffen / wäre weiter zu berachschlagen/ wie aufden deinen / jedem kreyse/ so viel nöthig/
die Generalität zu bestellen ? was für auf des kreyses kosten und unterhalt überlas
scharffe kriegs- cülcipiin einzuführen? wie sen möchten. Chur Bayern hat eine dop. AAA
und woher die Artillerie/ pr-oviant und muni- pelte alsReichs-und kreyß-LZlsa, jene vor die und kriegs-
tion beyzlßschaffen? und was sonsten zur er- Generalität/hohe kriegs-officirer und artillerie;
reich-und Handhabung eines solchen wichtigen diese aber vor diebezahl-und proviantirungder
wercks erfordert würde. Es ließen auch Ihre mannschafft nöthig zu seyn erachtet / welchem
Kayserl. Majestät versichern / wie sie gar nicht die majora beygefallen; es ist auch über diesem
gemeynet waren / das onus solcher lecurituns und einigen nachstehenden puncten des Kayserl.
xubücX denen getreuen Reichs-Ständen allein ciecreti von dem gantzen Reiche dieses vor gut
zu überbürden / sondern sie wolten ein merck- geachtet worden / daß eine Generat-Reichs-
liches an dieser last tragen helffen. auch in jedem kreyse eine kreyß-kriegs-cM
Gestalt nun Churfürsten und Stände des zu bestellen / der beytrag nicht aufdenReichs solche hohe Kayserliche sorgfalt mit un- fuß der matricu!/ sondern aus emes jedenterthanigster dancksagung angenommen; also kreyses ieyemahiige ertraglichkeit zu sc-hräg und snjch Kayserl. äecret in allen dreyen Reichs- yen/ sonderlich aber zu coniläeriren / daß!mzu L^ilegtis m cleliberstlon gezogen/und von De- von den Chur-und Ober-Rheinischen40biß60000sserreich/Zayern u.a. auf ein corpo von kreysen viel Stande ihre qvoten zuent-40000/00» Bamberg/ denen Fürstlich- richten unvermöglich/und daher der ab-Sachsischen Hausern und andern weltlichen gang denen übrigen acht kreysen vor die-Fürsten mehr auf 60020/ von Braun- sesmahl zuzutheilen/ und smore Kom pu-schweig / Felle/ Molffcnbüttel/ ingleichen biici gleichwie bey der mannschafft anzu-Oßnabrückauf^OOOO/Braunschwcig-Ca- nehmen ; dann die ausgaben mit nächstenlenberg aber gar auf 70000 mann/ als 55000 zu ^eterminiren / die Werbungen förder-zu fuß / und 1 s000 zupferde / worunter auch lichst zu wercke Zu richten / und Kayserl.dragoner/ angetragen worden. Wiewohl sich Majestät zu ersuchen wären / in die kreyse deß-mm diese jederzeit nur auf z jähr/ als termi- halber erinnerungen zuthun. Dabey jedochnum gä ^uem der Verfassung/ heraus lassen jedem Stande ftey und vorbehalten bliebe/wo-wotlen. Demnach aber das Chursürstliche her er seine völcker nehmen wolte/ nur daß sichcollegium auf 40000/ das Reichsstadtische jeder dahin bemühet? / daß tüchtige mann-aber auf 30000 mann gestimmet / hat man schafft gestellet würde,über der ciii 'crepirenden conclulorum verein^ Und weil sich unter der Hand gefunden/daßbarung durch re-und correlation gehandelt/ viel puncte ohne zuziehung der Generalität ent- c«r mit derund das gesamte Reichs - gutachten runons weder gar nicht oder doch mit keinem bestände«zuanti auf4O0O0 mann/als 10000 zu pferd/ tra^ret werden könten/ hat man von bestel-2000 dragoner/ und 28000 zu fuß/guter lung der Generalität/ wie auch von scharf-und wohlgeübter leute also erstattet / daß fung der dtsciplin/ Kem von anschassungselbige unverzüglich auffgcbracht / und so der artillerie / proviants und muninonlange / als es die sicherhew des Reichs er- zu reden angefangen. Und sind der Hollän-fordertc/unterhalten/ und daferne man dische General- Fcldmarschall Herr Georgnach gestaltniß der zeiten und conjunckuren Friederich / Graf und hernach Fürst vonmehr benöthiget wäre / solch gusntum mit lHaldcck per 'Ihr. Fürst!. Durch!.
2OOOO mann vergrösserr / Ihr. Majestät zu Braunschweig -Calenberg von dem
aber ersuchet werden sollen/ an die kreyß - aus- Nletteramschen Grafen - colleßio ; von
schreibenden Fürsten hiervon vorläufftige pfaly - läutern ab.er Herr Gras Nlolsf-
nachricht zu geben / damit man daselbst dieses gang Julius von Hohcnloh zum General-
verfassungs-werck in desto fördersamere 6e!i- Fejdmarschalln; dann Ihr. Hochsürstliche
beration stellen könte. Durch!. HerrChristianlLrnst/Marckgraf
Nach diesem hat man von der art der rs- zu Brandenburg-Culmbach/ zu einem an-stand!-