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Des Europäischen Herolds erste Haupt-Handlung
te selbige rsvickren und zum stände bringen/ al-so käme es auf die lange banck/ indem es in diekreyse und Hernachmahls 36 prorogata comma
verwiesen ^ wurde. Die Türcken-noth erfor-
derte eine schleunige hülste / und da Hungarndie Vormauer vor die Christenheit Heist/ wares nicht unbillich/ daß nachdem alten herkom-men Ihr.Rayserl. tNajest. Herr Leopoldaufdem zu Regensburg A. 166z angefangenenReichstage die Stande um gedeihlichen lue-curz ersucheten / und den PUNÄUM lecuritatizpublica: mit trattiren liessen. Es wäre vergeb-lich/ allhier viel Worte von dem cbsputst und Ver-zögerung zumachen/ welcherbey dieser Mate-rie so forr in der schwelle gleichsam entgegentrat/weil dieser palluszu den mangeln derdeutschen Reichstage gehöret / sondern es istgnug/zumelden/daß das absehn aufdreyerleyankäme/ als i) auf was vor einen fuß dermatricul der kriegs-staatzusetzen/ ^)0aßun-ter 26000 mann zu roß und fuß nicht könten zuanfangs genommen werden/ und wie z)diemannschafft incompaguien und regimenter inden kreysen abgetheilet/und ihme kriegsersahr-neOKcirer und andere nothdurfft verschaffetwürden. Man stimmete hiernechst aufdas tri-xlum der alten Reichs-matrikel/doch mit vorbe-hglt/daß denen notori? gravirtenStänden eini-ge moäerZtion angedeihen möchte/man tracliuein näherer Überlegung der fache folgende pun-cta - (») wie der fuß der Reichs-armee einzurich-ten ? (2) wie hoch das Quantum zu bestimmen ?„(z) wie in jedem kreyse die völcker in csmpa-„gnien und regimenter zu verkheilen und mit„Officirern zu versehen ? (4) in was vor pflich-ten die Reichs - völcker stehen solten/ wenn„sie allein seyn/ und dann/ wann sie in ein„eigen corpus zusammen kommen? (5) unter„Westen äireKion dieses corpo stehe ? (6 ) wo-
„hin es zu gebrauchen/und l?) wie in wahren-der expeclition auch hernach zu Hause zu ver-tagen seyn solte? (8) wie und von wem es„mit Proviant zu versorgen/ auch die beschwer„rung der qvartiere in dem kreyse abzuwen-den? (9) wie der Officirer competentz-ir-rungen zu verhüten? (io) woher artillerieund andere kriegs-nothwendigkeiten zu ver-schaffen ? Der letzte punct handelt von denWachsamkeiten und Verwirrungen bey ge-schwinden einfallen.
Was vor ein Reichs-Machten darauffausgefallen / istbeym l.unäorpio imxiom.c.27zu lesen/ und dabey noch anzumercken/daß zwar bey dem nähern angriff des wercks
sich guteconfllia politicaUNdmilitaria aufsrapis
bringen und vonzusammenführ-und operatiouder Reichs- armee voeiren und ä-sputiren lassen;man hat auch vor die Reichs-generalität undkriegs-Räthe iukru^iones entwerffen / und zuAnfang zur der neim kreyse sormirendemcorpo die Her-m!e?er s^ ren tNarckgraf Leopolden zu Vaden/und'kreyse. pfalygrafen Philippen von Sulybnch zuReichs - Feld - Marschällen/ zum General-Lieutenant den Herrn Grafen von wal-deck / zum General über die cavallerie HerrnHeryog Ulrichen zu würtenberg / zumGeneral - Feld - Zeugmeistec und : Generalüber die infanterie und artillerie Herrn Gra-ftnFrany Fugger/ zum General-Wachtmei-
ster zu roß und fuß Hrn. Heryog Adolphenvon Holstein und Herrn Gustav Adolphenvon Vaden-Ourlach/wie auch Freyherrnvon Vucher/ und/wann das Chur-Branden-burgisthe coutingentzum Reichs-corpo stoßenwürde/ Herrn Heryog Augusten vonHoll-stein zu bestellen recommenäiret ; Chur-Sachsen hat man auch vorbehalten/ einen Ge-neral-Major zu benennen / darneben bey vor-fallender gelegenheit auch Herrn HerlzogJohann Georgen Zu Sachsen - Weimar/Hrn. Heryog Cnxlnzu Mecklenburg/ Hrn.
Graf Christian zu Sayn und Wittgen-stein und General Major Lorcas in conliciera-tion gezogen. Der Herr General - Feld-Marschall Marckgraf von Baden Übergabeauch die puncta/ den kriegs - erat zu formiren/auf die das Reich gewisse rei'olmion aucstelle-te. Es wurden ferner die inlkruÄiones vordie hohe Generalität/ vor die kriegs-Räthe undderen clireäkores, vor das kriegs - commill'sriacund andere emrichtung mehr verfertiget/ indem Chur-Mayntzischen qvartler in Chur-Maynyen/Chur-Sachsen/des^ayserl. Ab-geordneten Commifsurii Fürsten vonLob-kowiy/ wie auch der Lhur-2)ayer-Salz-burg - stadt Cölln und Z^ürnbcrgischenAbgesandten beywesen die Generalität ver-pflichtet : und solte das bewilligte criplum zuroß und fuß zusammen geführet/ und in Hun-garn zur Operation gebraucht werden; manverglich sich auch mit Ihrer Kayserlichen Ma-jestät/ daß sie ausser denenguarnisonen 18000zu fuß und 7000 zu roß ncdens 12000 leich-ten reutern zusammen 37000 mann stellenwölken/ es zogen auch etliche würcklich aus denkreysen in Hungarn aufdas renäexvous nachUngarisch Altenburg/ etwa in die 10000 Sie mMmann starck: weil aber allenthalben vor sieA^>^sihlechte anstalt; an proviant/ gewehr/sm-kvimm/muniüon öcc. lauter Mangel; wegen desranges nichts ausgemacht / und unter ihnenlauter strittigkeit und jalousie/ folglich keinrechter respect gegen das commando / undsonst mehr schwürigkeit als vortheil war/dar-über der gemeine soldat bey nahe crepirmmüssen/ bevorab da sie von denen Kayserli-chen auch bey denen kriegs-actionen nicht al-lenthalben lecuväiret worden; es wohnete alsoder zur Reichs-armee gehörige antheil troup-pes, wiewohl kümmerlich gnug/ nur dem eini-gen treffen bey S.Gothard bey/ und der baldhernach wider vermachen erfolgte friede mirder Ottomannischen pforte machte dieser un-förmlichen Reichs-Verfassung ihr schleunigesende/ da man zwar ohne dem von dem tcopo ge-nerali, daß man diese Reichs-kriegswerfassung
contra czuoscunczue aggrellores anzulegen V0!>
genommen / abgegangen / und selbige bloß auf
das Türckische kriegs -wesen und doch sonder
nutzen eingerichtet hatte. Und aus dem wer-cke selbst erschiene/ daß JhreKaystrliche Ma-jestät besser bey und mit denen alliirten Deut-schen und Frantzöischen alliantz-trouppen alsbey einer Reichs - armee gefahren. Einige^Reichs-Stände sprachen zwar darwieder/daß jch. nM dasder Kayser/ ohne vorher davon zu commumci-ren/ den frieden übereilet hätte; weit aber dieReichs -armee doch mehr vor suxilin - trouppen
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