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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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926
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?-6 Des Europäischen Herold s erste H aupt - Handlung

terS blutige innerliche kriege darüber erwach- im heiligen Reiche eiferiger auf die okl'ervan?sin/ wie besonders zu der M/da die Kayserliche des GOttee-ftiedens gedacht/ ob wohl das tieffwürde aufdaö Haußzu SachZen kommen war/ eingewurtzelte übe! nicht zu überwinden gewe-sich ereigneten. sen/ und darüber viele meineyde begangenbrÄerordinär firasse der landft iedbre- worden. Der landfriede solte das beste thun/ Landfriedefe. chcr war zu der zeit diese / daß die Fürsten/ worbey man zugleich geeichte und gerechtigkea u!l/geAwann sie dessen geständig oder überführet/nach wiederum in Teutschland einzuführen beflissen '' "dem auf öffentlichen Reichstagen gemachten war/ und legten die glorwürdigen Kayser/ausspräche von einem orte zum andern Hunde Conrad li auf dem Reichstage zu Speyer/aufm rücken tragen musten; wolle ja der Kay- K. Henrich Iii auf dem Reichs - csnvem zuser äiLpenlirm/ etwa um alters oder naher an- Costnitz A.1O44/ K. Lotharms / K. Frie-verwandniß willen / so wurde diese strafe in drich 1 auf de-n Reichstage zu Nürnberg A.eine stattliche summa pferde verwandelt/wel- 1187/ K. Friederich il zu MayntzA. 12Z6 undche der verurcheilte liefern müssn. Bißwei- K. Nlichelm zu Oppenheim ^55 selbst Handlen und wenn verbrechen mit ungehorsam und an / konten es doch nicht zur beftstigung brin-rebellion gehäustct wurden / kostete es denen gen. Kayser Rudolph/ deme das Unglück K-Eubachüberfahrcrn ihre amter und cbargen / oder her- des grossen imerregm aus selbsterfahrung vornach/ da vis Fürstenchümer erblich worden/ äugen lag / suchte den innerlichen ruhestand ^"^urchlande und leute / wie man stehet an dem exem- und die Handhabung guter gefttze und ordnumpe! Hertzog Heinrichs des lowen in Sachjen gen empor zu heben / verfassete dannenhcwund Bayern. Von dem kampjssrechte/ als ei- nicht nur verschiedene Reichs - conlkimtiones,nem mittel/ wodurch viele jmmgkciten ent- sondern richtete auch zu besserer festhaltung der-schiedessund ausgetragen worden/ ist allhier selben mir denen Chur-und Fürsten desonderezu wcitläufftia zu melden. Die verbrechen/ bündnisse auf/ in welchem wege ihme die nach-sonderlich todrschlag/wurden auch durch pöni- fahrende Römische Kayserc Adolph / K. Al-tentz - reisen nach Jerusalem/ durchstifftungen brechr/K. Ludwig/K. Cur! IV, K. N)eu-kloster und clausin verbüsset. Bißweilen lies- ye! und K. Friedrich lll nachfolgten. Diesen die Kayser in ihrem beyjeyn die strenge jutti? Reichs - Chur-und Fürsten / gantze kreyst unddurch enthauptung derer Übertreter ausüben/ landschafften ließen sich ebenmäßig unter sichund sitzten andere dadurch in schrecken. Wie selbst und mit ihren nachbarn zum gemeinenAnxser O?do ill an seiner unkeuschen und schütze und sicherheit in bündnisse ein / daherrachgierigen gemahlin Marien /. gebohrner der Schwabische bund / die G. Georgen- CchMWKönigin aus Arragonien/das peinliche urtheil S. N)i!he!zns-und dieL.öwen-auch Thür- g"dm"esckund strafe des scuers vollstrecken lassen/davon niers-geseüschaffeen / so wohl die b«äera Wffmi.ist in der Speyerischen Chronica zu lesen im v pubücX pac-s, der oberste / obere und untereKayser find buche 14 capitel. Gleichwohl haben die löb- land - friede in Elsaß/ bey Rhein/ in Bayernt?iefchden^ lichen Kaysex und die Stände das Übel der be- und Francken / in der Wetterau und Hessen /auszurotten, fehdungen / raubereyen und plackereyen nicht in Lotharingen und Luxenburg / in Getdern/Mausrotten können. Die »snckci und Ottonss Sachsen / 'in Westphalen / welche unter demhaben zeit ihrer regierungen mit denen Stän- rosen - orange bekcmdt worden / in Thürin- Rosen«den und rebellischen unterthanen im Reiche/de- gen/in der Marck/in Böhmen/ja biß in Pohlenren untharen sie nicht gestatten wollen / immer und Hungarn hinein; der Grafen von Wür-zu fechten gehabt/und wenn sie in einer provintz tenberg mit denen Reichs-städten in Schwa-ruhe geschaffet / und das freybeuten und steg- den/ der Ertz-Hertzoge von Oesterreich mit de-reiffs- nahrung mit ernst niedergeleget/ ist es nen Schwäbischen gesillschafften und anderein der andern wieder empor gegangen; daher mehr / von welchen der Hochfürstl. Würten-sonderlich zu denen zeiten R.Heinrichs IV und bergische Oberrath Hr. Joh. Philipp Dätt inv gar ein betrübter zustand im Römischen seinem wohkgefasten wercke cle xace lmpettiReiche Teutscher Nation gewesen / welchen die xubl. durch das gantze andere buch ausführ-Pabste durch ihre Verhetzungen bey dem dünd- lich gehandelt hat. Allermasien in dem fir-nisse der Sächsischen Fürsten und Stände ge- dersten Reichs - grundgesetze der güldnen bullawaltig-und listiglich befördert/ darüber auch Rayser Carl iv mit dem Reiche solcherlei) K Ca«nebst denen Kaysirn geist - und weltliche liZen und consMer-ttiones, welche ihr absehen set ch l^

Stande und deren unterthanen viel erlitten; aufden allgemeinen oder sonderbaren landfrie- An'nw

endlich mufte doch dem Kaysir/ was des Kay- den gerichtet haben / autorilsset/und hergegen le.

ftrs ist/ nemlich ehrerbietung und gehorsam/ schädliche conssirstiones und zusammenrom-

gelassen und durch gerechte strafen oder auch rungen inn-und ausserhalb derstädte verboten/

begnadigungen dem Reiche ruhe geschasset und bey Verlust des ehrlichen nahmenS und pön

werden. zehn pfund goldes bey einzelnen Personen/ bey

Wider das Das fsnfirecht abzuschaffen haben sich zu gantzen commune» und städten aber bey hun-

dtt GOms! ^ Bischoffe und geistlichen bemüher/und den pfund goldes und Verlust aller Privilegien

ftie. cdw^ den so genannten GDttes-frieden/treugzm abgcschaffet/ I'it. XV. Angesehen aber das

Mtl. Oomini) OL! trevi^mpscemgue OL!, gepredl- Rarsxrilche HofAerichte allenthalben gleich

get/ gleich als wäre derselbe vom Himmel herab und recht zu geben allein nicht vermögend war/

gesindtt / den auch verschiedene concüiz in und die Kayser auch nicht mehr im Reiche her-

Teusschen/ Welschen und Frantzöischen lan- um zogen/und ihre curiss solennes hielten/son-

den auffgenommen haben; wokin auch der A. dern in ihren erblanden residirten/ oder mit

ios4 auffgerlchtete Elsaßische friede zu den zügen in Italien/oder mit kriegen zu thun

ziehen / welcher den anlaß gegeben / daß man hatten/ so cleZenerirten die land-friedens-bünd-