A6 Des EuropäisihenHeroldsersteHaupt-Handlung
gemüther/alsauf die abgezielte gleichförmig. moniX kymboUc- und glaubens-bekänmißes/
keit und Vereinigung hinaus geschlagen. Be- und Verweisung der subtilen fragen in die schu-
vorab da offt so ungeistliche leute dazu genom- len / welchen bey vergeblichen zänckercyen ü.
wen worden/ die mehr auf ambmon und ihre lentmmzu impomren / die fache heben könne/
vrXconceptas opiniones getrauet / sich auf ihre oder daß man nur äusserlich im gemeinen bür-
heydnischen künste der sophisterey verlassen/ gerlichen leben eine freundschafft stifftete/beyde
und durch Hitze den glimpff verlohren haben/ religions-verwandten als brüder in Christo
was hat doch convenablez nach des HERRN und glieder einer kirchen leben/ und jedem feine
Christi sinn heraus kommen können ? Was xrivst-meynung behalten liesse/und also sich nä-
man biebevor vor Vorschläge ins mitte! ge- her mit der zeit zusammen setzen wolte / ist wohl
bracht/ die gantze welr Catholisch zu machen/be- so wenig zu rächen / als nutzen und sortgang da-
findet man bey dem ?om. 15ol. 899' von zu hoffen.
Eine grosse hinderniß/ warum diese trennung Und sintemahl auch zwischen denen Prote-zwischen den Protestanten und Papisten nicht stirenden und Reformirten viel haß und ver-auffgehaben/ und die sogemein-nützige zusam- bitterungen obschweben/ und die vorgefastemensetzung nicht erhalten werden kan/ ist wohl meynungen bey denen lehrern der heil, schrifftdiese/daß die Herren Catholischen sich besürch- sehr tief eingewurtzelt sind/also/daß jederten/sie möchten/ wann sie von den tracktionen theil seine lehre und opimon aufs heffligsteabgiengen/ an ihrer Kierarcbie, hohem respect/ zu versechten suchet; so scheinet es auch dißfallsHZnitäten und stände / und denen davon her-- schwer/ unter ihnen die eimracht der lehre zufliessenden herrlichen beqvemlichkeiten abbruch stifften/ obwohl sonst die interessem so die gros-leiden. Drum drosch der Bischoff'von ibu- ffn Herren führen / und wie weit sie aus derna, welcher vor etlichen und zwantzig jähren an religion herfiießen/ einander nicht widrig sind/denen Protestirenden Fürstlichen Höfen herum und desto eher zur Vereinbarung zu gelangenreisete/ und manchen grossen willkommen be- seyn möchte. Wie man von dieser und ver-scheid zu thun wüste / bey allem seinem amrag gleichen materien den Herrn von Puffndorffleer stroh/ indem er mercken liesse / man suchte in seinem tractat 6e ktonarclüa l>onti6Ll5nicht die seligkeit der seelen/ sondern die reumon m und cle jure vivino kecmli mit vergnügen lesenmit Rom/ damit respect und guter wieder zur kan. Daszuverlaßige mittel ist / daß mankirchen kommen möchten. Würden und wölken den GOtt alles friedens walten / und seine?aber geist-und weltliche Fürsten selbst Hand allwissenheit anHeim lasse/ ob und wenn ihmanlegen / sich keines menschen furcht noch hoff- gefallig seyn möchte/ die gemüther zur Christ!,nung/ noch ansehen und widrige imerellen da- brüderlichen einigkeit zu lencken / und die sxps-von hindern lassen/ zur richtschnur bey schlich- äicntia darzu an Hand zu geben. Jnmittelstung der streitigkeiten allein GOttes wort/wie wolle er/ der grosse Hirte der schaff/ den heili-es in heil, schrifft und der allgemeinen gantz un- gen saamen und die verborgene kirche in seinergezweisselten in Verwahren Christenheit ange- krafft erhalten/ und wider den teuffl die weltnommenen wahren trgäition enthalten/gebrau- und eigenes fleisch ausrüsten,chen/ und das allein/was aus solcher lehre/ nach So viel von dem im H. R. Reiche übli-anleitung der göttlichen Wahrheit gründlich chen ausser öffentlichem verbot stehenden relighoffenbar/ den gemeinden treulich predigen/ und onen. Denn obwohl einige hansee-und han-fürtragen/hergegen diejenigen äogmatg, welche del stadte auch den Qvakern / Mennonisten/die ehre GOttes/das theure verdienst unsers und andern secttrern den auffenchalt beyHeylandesJEsu Christi/ den seligmachenden sich verstatten; so lassen sie ihnen doch keinglauben / und Hoffnung des menschlichen Heils öffentlich exerc.tium ihrer religion zu / es sindvermindern/ die heilige schrifft in einen verkehr- auch derselbigen eben keine so große anzahl.ten sinn verdrehen/ und zum weltlichen zwecke Wir Messen hier mit den Worten unsersanwenden/ verrussen und abstellen lassenzwäre Heylandes: HERR / erhalte uns in dexan einer guten Vereinigung so sehr nicht zu zwei- Wahrheit/ dein wort ist die wahp-feln. Daß man aber durch beyderseits nach- heit! Amen,geben/ durch auffrichtung einer gewissen tm-