vom heil. Rdm. Reich.
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Mormir-tm.
Lutherische ^eolO^i, und zwar von jenen Va-tsr^nus Magnus, kegmal^ vrost UNd?au^jus Bisterftid/ Capuciner. Von diesen aberv. Haberkorn / L>. tNen^er / o. Hoppe!/ aufdem Fürstlichen residentz-schloße Rheinfelßin eine conferentz getreten / und ist sonderlichvon der Unfehlbarkeit und primae des Pabstsviel gestritten worden. Der ausschlug war/die'kksologen wären zävcker/ keine sicherheitbey ihren privat-meynungen/ die ersten vierLonciüa hätte doch das Pabstthmn vor sich: da-bey könte man seelig sterben. Und weil derLandgraf etwas mehr in der weit seyn wolteals sein apsngAirter zustand nicht nachgebenkome; so meynte er in politischen fachen davonzu Prokuren / und bequemte sich zur bekantnißder Römisch - Catholischen religion.coii^u:» Zwischen denen Lutheranern aber und Re-zwWm de>foxmirten sind folgende gesprache und unter-M.und ^Handlungen diefürnehmsten.
Li. 1529 haben ^.utherus/ Justus Jonas/Melanchthon/ Ostander und Lrsmme, aneiner/ und dann Occvlampacliuz, Tvinglius,Lucerus, »säio, an der andern feiten/ zu Mar-burg diezwischen ihnen in religions-sackenentstandene irrungen beyzulegen gesuchet/ aberumsonst/ und hat sich der zwiespalt der Prote-stantischen kirchen im Reich vergrössert. Wie-wohl seither/ da die kirchen eine umon gesuchethaben / es so vorgeleget worden/ als wann nurder artickel vom heiligen abendmahl und vonder gnaden-wahl unerörtert bliebe welchesdoch aber anders sich befindet/ und viel schweresubtile knoten noch zurück sind. ^
A. i s/o hat man an der Vereinigung dieserkirchen aufdem zu 8sn6omiria inPolen gehalte-nen general Fmodo gehandelt.
Lt i6zl haben die Chuv-Sächsische undNrandenburgische/ wie auchHeßstche Ibs-otogen zu Leipzig eben zu der zeit äHuttret/da ihre Herren gegen den allgemeinen feind/den Pabst und Kayser / die pferde sattlen lies-sen/die geistlichen Herren wüsten aber voneinigung nichts:c. In eben diesem jähr habendie Franzosen zu Charenton ihre conlersn-nen vorgenommen.
A. 166! ist das gesprach zu Cassel vorgangen/und dadurch die 'fbsologi von Hinteln mitden Reformirten in vielen stücken einig worden/dafür sie den nahmen und haß der Syncreti-stcn bekommen. Was im nechst vermiedenenzahre 'IhrcRömglichetNajestät inpreus-sen vo: eine commickon zur nähern Vereinigungderer beyden in ders landen üblichen religio-nen angeordnet / und wie wenig frucht davonzu hoffen gewesen/das ist n och iederman in die-sen landen im frischen gedachtniß.
In einem wohleingerichteten colloguio hatman zwar so wo! denenl)ireAoren/als auch denunterrednern ftlbsten gewisse so wohl ausser-als innerliche gesctze vorgeschrieben; diese gibtder Reichs-abschied zu Morms äe 1545 L.9, davon dem künffcigen collogumzu Regens-burg Rapser Carl V samdChurfürsten / Für-sten unbSländen conNimiret haben: daß solcheprTliäenteN/^ajloguenttN UNd^uäitorez öcc. diefachen der streitigen religion (i) mikGottan-greifen / sich auch (2) in allem dem/ so der heili-gen schrifft gemäß seyn/ und (z) der kirchen
knrm eines
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zum guten und zu abstellung der mißbrauche die-nen möchte/so viel möglich (4) Christlich undfreundlich vergleichen / und(s) hierinnen alleinauf die ehre GQttes und wahre ChristlicheUnion und reformatio!) der kirchen sehen / undsich daran nichts irren noch verhindern lassen;und hierbey ließe es der Kayftr und das Reichvermählen bewenden. D.e äußerlichen cckeekömen diese seyn: (1) daß die eoüocutores ingleicher anzahlsiynsolttn/ (2, daß man förm-lich und fylloZiMce, (z) zu besserer erkiärung dertermiriorum und kunst-Wörter in lateinischerspräche/ (4) bescheidentlich/ ordentlich / ohneanzügligkciten/ ohne zwischen redungcn/ mitsanfftmüthigem stillem geiste ckfputiren/ (s) dieobjeÄiones und antworte von zween geschwor-nen l^otarien geschrieben und wieder Vorgele-senwerden/ (6) die tbefes von den Catholischenaus dem concilio 'friäentino, van den Lutheri-schen aber aus der Augsburgischcn confellwn»
formula coucoi-cÜX und andern l'/mbolischen
büchern hergenommen/ (7) gewisse zuhörerittgesetzter anzahl/ als welche nach masse der vor-geschriebenen ordnung die gespräche äingirensollen / geordnet / (8) iedem seine meynung oh- ^ne furcht frey zu sagen und Zu dewähren nach-gelassen / und (9) niemand an nöchiger aus-führ-und behauprung seiner meynung gehin-dert werden solte/ es beliebte denn den OireAo.ribus anders.
Allein/ man hat durch diese beschränckungWarumund gemachte gute anstecken dem hauptwercke^A/^fnoch nicht recht nahe treten können/indem die vis veremi.erfahrung gegeben/daß bey allen unterred-und^A-Handlungen / und da man wegen der prmcipi-'orum ckssutanäl nicht hat richtig werden wol-len / sich mehrere unüberwindliche schwürig-keiten hervor gethan/ indem die Catholischenpro norma nebst heiliger göttlicher schrifft/auchdie tracktions8 der pstrum und der alten kirche/auch die satzungen der Päbste und coneilien/welches der freydeit der Christlichen religionzu entgegen / auch obgedachtem Neichs-abschie-de und ordnung zumahl der heiligen schrifftselbst zu wider / welche will kvm. Xli, s. 2 lim.
I, iz, daß die auslegung dem glauben ähnlich/vderconvsmentseon soll mit dem fcopo desChristlichen glaubene/welcher ist die ehre Gat-tes und die ewige wohlsaw heil und seeligkeitder menschen / durch den glauben an JEsurnChristum /i Iok.iv,»> !^im i,iz.Da nun dieRömisch-Catholische religions - verwandtenfürnemlich contra analogiam 66ei auf zeitlicheglückfeligkeit ihre absicht gestellet/ nemlich welt-liche Hoheit/ macht/reichthum/ wollust/fluchtdescreutzesund der Verfolgungen/ welche dieheilige schrifft so theuer anbefiehlct/ zu vermei-den/ l>bil. III, 19. I^ol).l!,l6; so Hader? die Cv-angelischen mit ihnen nicht umtreten können.Die Protestirenden aber haben bloß die heiligeschrifft zur richtschnur setzen wollen. Manhat auch wegen autoritär derbücher/obsieimcanone sind oder nicht/ keine einigkeit findenkönnen / und hat ieder thei! seine meynungvor die beste / vor die gegründeste / undzu erlangung der seeligkeit /' auch beruhi-gung der gewissen / vor die sicherste gehalten/daher der ausgang sothaner collo^uiorum undä-fputstiooen schier mehr auf Verbitterung der
gemü-