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dom heil. Röm. Reich.
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geringem ansehen sind / ob gleich der pabstihrer bcstättgung halber nichr ersuchtworden.
Mdemü Es bestehet obangeregter Massen eine aca-^ dem Magistrat und untergebenen«Jener bestehet aus dem Lancellario, keäore,den vecamz jeder Facultät/ und andern pro-kssonbuz. Diese/ nemlichdie untergebenen/sind die studenten und so genannten civez acs-tZLMlci, die exercicien-meistere/ wie auch diepedellen/ der studenten diener und jungen/diebuchhändier/ buchdrucker/ und nach gelegen-c-n-ett-.n-.t heit andere dergleichen Personen. Der Lang-fthratticlM g^nzeiniglich der Bischofs'/ in dessenbezirck die academie lieget/ oder sonst nachge-legenheit eine andere hohe geistliche person/ al-so bar dieHcidelbergische denBischofszuWorms / die zu Basel den Bischofs da-selbst/die Gripswaldische hiebevor denBischofs zu Lamm/die zu Rostock den zuSchwerin/ die Tübingifche den zu Lost,U!?Z/' und jbither derrewrmativn einenpro-kbllorem ibsoloZiT, die Leipzigifche den zuMerseburg zu Langlern.
Bey den Prorestirenden ist es der Landes-Fürst/oder die landes-obrigkeit/ welche son-derlich bey i'olevnen sAibuz einen pro - (üancel-larium zu verordnen pfleget. BeyderStraß-burgischen und Altorfstschen pflegt mandiese würde ie zuweilen einer ansehnlichenRaths - person aufzutragen/ bey der Helm«städtischen aber hat der durchlauchtigste stiff-ter/ Hertzog Julius/ feinem Fürstlichen HausedieCuntz.'er-würde vorbehalten/ bey derHäl-lischcn war es der Herr von Seckendorfs.Das meiste/ welches sonderlich bey den aca-demien Augsburgischer Conseßions-verwand-ten der Cantzlerzu thunhar/ ist/ daß er denenvecaniz derFacultäten oder Promotoribus diegewalt ertheile / die academischen ehren-titul/insstznien oder Privilegien auszutheilen.Vesp-Äonz Des keKoris amt waltet darauff/ daß er""gnität.^ ^le ibkolaren nach abgelegter Pflicht in diematricu! schreibe/über die Handlungen undstremgkeiten seiner untergebenen nach Wich-tigkeit der fache/ entweder vor versammletemconciüo oder conliüvrw, oder mit gewistcn de-putirten/ oder auch in geringen dingen allein/erkantniß pflege / das recht spreche/ und überguter ordnung und disciplin halte. Und hatdieses amt viel herrliche Vorzüge und ansehen/sintemal)! dersseÄordentilulb43gni6ci führet/die person des Fürsten oder Patrons der hohenschulen rejzrXl'sntiret/vor allen im sitzen und ge-hen gemeiniglich den rang und oder stelle hat.Und weiß man/daß auch gekrönte haupter wohlehe dergleichen kehren die ehre cmgethanund ihnen zur lincken Hand gegangen sind.Er lasset sich ferner die zepter als ein zeichen dergerichtvarkeit vortragen/ ertragt einen son-derbaren ehren-Habit um die schultern/ nem-jich den purpur. Au Helmstadt ist jederkUÄor kl3Zm6LU8, im krafft des Kayscrltchenprivilegii/ dessen datum stehet zu Pragam 9 Maj.is79/auch allezeit ein Rapserli-cher pfaly-Hos Graf. Die zeit/ wie langejeder ke^or das ac idemische zepter führet/ istveränderlich. Zu Altorfsist es eine jährige/zu Jena/Leipzig und Wittenberg eineErste Haupt-Handlung.
halbjährige: anderswo eine drey monatliche
^ ^)er Professoren giebt es gemeiniglich vie'^f-^«-rerley arten/ in denen vier Facustäten / derendie ersteist dieTheologtsche/ welche die heil,schrifft und deren wahren verstand lehret/ unddie jugend im predigen und lehren anführet.Die andere die Juristische / welche das mdem corpore juris/uKmiüNXO enthaltene Kayser-liche / dann das Canonische oder Pabstliche/so wohl auch das lehn-und öffentliche Reichs«recht lehret» Die dritte die Med umsehe/deren Professors« die artzney-kunst/und waszu erhaltung oder wiederbringung der mensch-lichen gesundheit gehörig/ weisen. Und danndie vierdte ist die Philosophische / welche dienatur-kündigung/ b.lstbem3tic»^et3pb7fic, sit-ten-lehre/ regier-kunst/ wohlredenheit/ ge-schjchtökunde/ dichtkunst/samt denen fkeyenkünsten und sprachen der jugend beibringet undlehret»
Jede solcher Facultäten pflegt sich aus ihremmittel einen vecsnum zu verordnen / welcherüber die ehre/ daß er der vornehmste im collogioist/die gewalt hat/die Cvllegen zusammen zu be-ruffen/ und wann von ihrem c« lkß'.o eme recht-liche belehrung oder conblium begehret wird/die umfrage über die in Vortrag gedmchte fachehält/ die stimmen sammlet/ den aussprach undMachten nach den mehrern stimmen verfas-set/ stlbiges ins reine bringen/ und mit derFacultät insiegel bekrasstigen lasset; bey ih»me müflen sich auch die bey nach-
suchung der academischen ehren - mul anmel-den.
Die Privilegien der Professoren und des^W'^^gantzeu corporis des Academischen Magistrats ^ 'bestehen hauptsächlich in der gerichtbarkeit/
UNd daNN in der gewült/ Dolores, l.icer>tis-ten /^lsZistros und ösccZNureos, nach maße ih-rer Privilegien und des Herkommens/ zu rna?chen/ zu creiren und zu ernennen.
Oer studenten Privilegien aber erstrecken Freyheitmsich entweder auf ihre Personen/z, e. daß siederimden?von real und verbal mjurien befreyet/ mit kei-nen repressiven beleget:c. werden sollen / oderihre güter/ denen einegewisse freyheit von zol-len und auffbtgeu verstatLer worden:c. oder ih-re gerichtliche Handlungen und klagen; z. e.daß sie vor keinem andern richter/als ihremkeNorn/belanget werden mögen/u.s.m.
Es werden aber im Heil. Röm. Reich AnzM undfolgende unwersitären gefunden / derenverzeichniß nach dem Mrchum der funäatw te»im ».ui.nen und conllrmationeneinaertchtet. Rom. NM»
Trier/ eine uralte und zu des Kupfers Gra-tiani zelten bereits berühmte hohe schule.
Prag/welche obangeregter mästen Kay-serLarl derlV imjahrChristi iz6Qaussgerich-tet hat.
Low/ auch eine hohe schule von undick-lichen leculis her/ wurde IZZ8 von Pabst Urbandem vi nach der Pansischen eingernchttt/ undizzyivauAurirt»
Erfurth/deren stiffter König Dagobertin Franckreich seyn soll» IstA. i Z95 privile-girt worden.
Heidelberg istA. 'Z46V0N PfMgrafRtt-Uuu u« pex.