836 Des EmepaWen^veroldsersteHaupt-Handlung
Xi Daß man in der kirche die priv?r zbsolutr. c>. Ecken gehalten / sonderlich bezeuget. Die
on erhalten soll/ od es wohl nicht noch/ übrigen symbolischen bücher dieser conks-
allesünden in dcrbetchte zuerzehlen. Xll llon sinddergrosse und kleine Catechismus
Daß dle/jö nach der rauft gesündigec/zu al- ^utheri / die ^poloZiz der conselbon , die
lerzeit/ss sie zur büße kommen/ Vergebung Smalkaldlschen artickel / die Mantuani-
der sündcn erlangen mögen / und ihnen die schen artickel/ und die formula conLoräi«,
sb olutiou von der kirchen nicht geweigert wer-- welche durch andere gelehrte und gottselige
den soil/ und sey die wahre büße eigentlich schrifften sind unterstützet und die lehre des Ev-
reu und lcid haben über die sünde/ und der angelii gerettet worden,
glaube / daß durch Christum gnade erwor- Ob es nun wohl auch unter und bey dem Lu- Secten bey
den sey / und darauff sollen gute wercke/ als cherchum an zwtstigkeiten nicht erman-
fruchte wahrer büße / folgen. XülDaßdiesa, gelt/ inmassen denn der vüanärismus, 8tsnca-
czamcnta/caufeundabendmahleingesegec rismus, klacranismus, puccianismus, Rosen-
sind/ nicht nur allein daruni / daß sie zei- creuyer/ der streit zwischen den Sachsischen
chen seyn/dabeymandieChristeuäuserllch und^elmstadtischcn'sbeologis, dieTttbin-
kennen möge/ sondern daß es zeugen und gische / die Stengerische comroverlien / der
zeugntß des göttlichen willens gegen uns so genante Pietismus, welcher fastgantzTeutsch-
sind/ unfern glauben dadurch zu erwe- larid eingenommen/und üm seiner mit unter-
cken und zu starcken. xiv Daß niemand lauffenden Heuchelei) willen viel schädliche
in der kwchen öffentlich lehren / oder sa- atheistische p-lacipia führet ; der Lbilissmus,
crainenra reichen soll ohne ordentlichen der "lermmismus zu Leipzig / und andere mehr
berufft xv Welche kirchemgebräuche ohne darinn entstanden/ auch die symbolischen bü-
sünde können gehalten werden / und zu friede eher an vielen orten nicht mehr pro norma con-
und guter ordnung der Archen dienen/als gewis- troverü2rum angenommen/ an andern orten
se ftyer/ feste:c. sollen bleiben / doch niemand der Lyncrecismus eingeführet werden wollen/
davor halten/ als sey solch ding nöthig zur wie denn der unglimpff und smbition derer
seligkeit. XVI Daß alle gute weltliche ge- geistlichen/und die furcht oder Unverstand derer
seye und gute ordnung von GOcc erngeft- weltlichen / welche die Hand darüber halten so!-
tzer ftyn/ daß Christen mögen ru obrigkett/ len / zu vielen trennungen anlaß geben; so ste-
Fürstenuind richtermmte ohne sünde ftyn/ het doch/durch GOltes gnade/ das hauptwerck
nach Kayserlichcu oder andern rechten urtheil noch feste.
und recht sprechen/ w. kriege führen :c. xvil Die dritte im Reich übliche religio» ist H^psattl--Daß Christus am jüngsten tage kom,nen die Reformirte/ deren vornehmste artickel/ sornMe?werde zu richten/ und alle todlcn aufferwe- die zumahl zwischen ihnen und denLlugsdurgi- religion.cken/ den glaubigen und auserwehlcen die scheu consellions - verwandten / wie auch derewige frcude geben/ die gottlosen aber und Griechischen kirchen / streitig / sind folgende:die teufe! in der Hölle zur ewigen strafe I Daß weder die sacramenta alten nochverdammen wird. XVill Daß der mensch neuen testaments keinegemeinschafft mitetlicher maßen einen freyen willen habe/ einer himmlischen marerie haben/und in-aufferlich erbar zu leben/ und zuwehten unter sonderhett im heil, abendmah! der leib unddenen dingen / so die vernunfft begreifft: aber blue Christi wahrhafftig nicht gegenwärtigohne gnädige würckung des heiligen Gei- seyn/noch daselbst mit dem munde/auch von denstes nicht vermöge GOtt gefallig zu wer- ungläubigen genommen werden. I! Daß dieden. X!X Daß/ wiewohl GOtt die gantze menschliche natur Christi nichtallentha!--natur geschaffen und erhalte / so würcke doch den gegenwartig sey / und jhro die übrigender verkehrte wiile die sünde in allen bösen göttlichen eigenschafften/als die aüwissenheit/und Verächtern GOttes ; wie denn des ecufels die allmachtigkcic / die anbecbarkeit nichtwiile / und aller gottlosen wäre / weicher/ würcklich mitgetheilet seyn. III Daßwann GOtt die Hand abzeucht/ sich von GOit GOtt durch das absolute clecree einige men-zum argen wende. XX Daß man der heili- schen zum ewigen leben erwehlet/ ohne äu-gen gcoencken solle / auf daß wir ihrem glau- sehen ihres glaubens oder unglaubens/und die-ben und guren wercken nachfolgen / doch daß se wären kräfftig durch das verdienst Christi er-man sie mchtanbeten/ noch von ihnen hüls- löset/ beruffen/durch die predigt des göttlichense suchen solle/ weilen nur ein einiger mittler worts und die mittel zur seligkeit bekehret undund versöhner zwischen GOtt und menschen wiedergebohren; die übrigen aber durch ent-gesetzet ist/ IEsus Christus ; welcher ist ziehung solcher seligkeits-mittel aufewig vomdereinigeHeyland/Hoherpriester/gnaden- hunmc! ausgeschloffen» IV Daßdierech-stuhl und vorsprecher bey GOTT. Diß ten gläubigen und geheiligten von demSmdausH. ist fast die summ der lehre und artickel / weiche wahren glauben nimmer abweichen/noch«ch'deVa"/ das Lutberlhum führet / und die zur zeit des sich der gnade GOttes verlustigt machen^lich. übergebenen Augspurgischen dekänntnistes sind kämen. V Daß die tauffe/als ein ordentlichstreitig gewesen/ und welche mit GOttes wort mittel den glauben und die ewige seligkeit zugantz consormsind. Daher auch aus zwang erlangen/ nichtnothwendig wäre/und dahe-der warbeit die Dolores ibeoloßis: der Römi- ro im fall der noth den layen und weibs-perso«schen kirchen aufm Reichetage zu Augsburg be- neu unzuläßlich sey. vi So wäre auch derkannc haben/ sie wüsten die dem Kayser ein- exorcismus in der tauffe unzuläßlich. VIIgebändigte consRiou aus der schrifft Die privat- beichte und sblolution wäre innicht zu wicdertegen ; wie solches das ge- der kirchen nicht zu behalten. VülDaßdersprach/ so Heryog Milhelm in Bayern mlt mensch in geistlichen dingen keinen steyen/