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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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853
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K- Carl be>Häupter seinMajestät-recht überdie kirchen.

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staatischen handeln vor ein absehen und erfolggehabt/meldet mit entdeckter larvedesPabst-thums H. Gottfried Arnold in feiner kirchen-historie fol. 291 ftqq. da zugleich von dem er-bärmlichen zustande der inwendigen kirchenVielau lesen.

Daß Rayfir Carl der große in seinemRonigreichdas reche der Majestät in derth.?t behauptet / erscheinet aus dem zuFranckfurt am Mayn A.C.794 gehaltenemgrossesconci -conciltv, da fast ZOO Bischoffe und Prala-iium ju ten beyfammen gesessen/die aus Zranckrelch/Zranchutt. Teutschland/Italien/L^ngeltand/zc. vondem Kayser zusammen beruffen/und von demPabst aufVeranlassung des Königs die Lega-ten von Rom abgeschicket waren. Da manzwar von anbetung der bilder gehandelt/ undselbige verdammet/den Pabst und die Rö-mische kirche doch dahin nicht bringen können/daß sie nichd immer mehr fortgefahren waren/ihre puppen vor sich zu verehren. Es brauch-ten zwar die Pabstlichen Gesandten starckeperluatwnes Utvd fünff und viertztg argumenta/den bilder-dienst zu recommencüren/ und derTeutschen und andere zu Francksbrc durch ab-geschickte versamm'lete kirchen auch darzu zu be-wegen; gleichwoh.i musten dieselbe die pfeiffeeinziehen und geschehen lassen/daß der hnoclus^icseana VI! vcc'worffen wurde/ es mochtePabst »26ri3nn5 süsse oder sauer darzu sehen.

So gut als König Carl seine Hoheit in ei-nem stück handhabte/so viel gab er am anderntheile nach. Zu RoR war es so bewandt/ daßder Pabst und die lignoria zu Rom nicht ebenallerdings einig waren; jener wolte die Kayser-rechte monarckice und noch mehr üben/der löna-tu, ^>0pulu54us Kommnus war einer fast allzu-fteyen artzu leben g ewöhnet/ und wurden alsowegen beyder exerc-morum irrig: der Pabjtbrauchte einen patr on > und besserkonteerihnnicht finden/ als b-.'y König Carln/ deme er8 Mcr IN- unterm titul vom? Ztricio komano schon vorhersanqs König so viel zugestanden Hatte / daß auch darauffA^xU der syncicju8 zu Rot n A. 77z/ worbey lsz Bi-chel,-rechte, schösse undAebte/ auch sonst viele weltlicheHerren vonftömn.iigkeit und ehren gegenwär-tig waren/ ihme dasregal/emen Äischoffoder pabst zu- Rom zu wehten und denApostolischen stuhl zu orciimren/ nicht we-niger auch dke i.wettimr der Btschostfi/ soweit als er es vormahln in diesem lande/nemlich Italien/noch n,cht gehabt hatte/übergeben.

K. Carl m Es führete auch König Carl seine jura cir-Astedene cs lacra dermassen wohl / daß er 794 auf demberühmten und odgedachten EnoclvzuFranck-furr seine geist-und weltlichen Stände stennitÄts L6ei und von wiederbrmgung der ver-wehrten Griechischen kirchen / oder deren aus-schlug a communione stclelmm und von derktrchen wohlthaten relolvirte/ ferner A. 796von der kirchen-zucht und amte der lehrer zuAacken eine Versammlung hielte/und also alshöchste obrigkeit mitrach der Bischoffe satzun-gen n »achte.

klrd da nun Pabst 4eo lll die claves con.festionis L>. petri mit dem Qonfanon, wodurchdl,! obergewalt circa facra und die gerichtöbar-keit über desPabsts lande und stadt Rom an-

Der Pabstg.stebct an-

gezeiget wurde / dem Kayser zugeeignet hatte;schien es/der Pabst wolle nun zurück geben anden söhn/ was er aus des vaters allzugrosserund ihme gewiß undienjamer Müdigkeit ge-nossen hatte ; wovon das L. tiacirianus 2,2.<Mk. 6z. nehmltch so viel gewalt / als vormahMdie Griechischen Kayser noch übrig behaltetthatten/ wie die bulla ttacinsni beym Lolä?ikodahin zu verstehen. Weil nun der aussstandzu Rom den Pabst in Franckreich jagre/ undder König dahin kam/ nach eingezogener et-kundigung dem unheil zu remeckren / und derPabst sich eydlich gegen die ihme beigemesse-ne crimina gereiniget hatte/ und beyder thei-le interelle in der Vereinigung und eLeÄivettwecllst.vn bestünde/ kam es dahin / daß der Wie K Carlpabst auf antrieb des volcks den Römg ^ K^y, ^zum Römischen Rapsev prvclamirte undihme die Rapserltche Crone au^cyte.

War es ein blosser titul und hatte er die gewaltschon vorhin durch den Patricia» erlangt / wieeinige wollen; so hat man destowemger Ursache/dem Pabste nachzugeben/daß er die Crone undKayserthum auf dieTeutschen gebracht. Aver Was dasdarinnen gewann das Pabstthum vortheji/A^„daß derKönig diePabstliche ceremonien in ftb da^ey ge-»,ne erblanbe einführen ließ / und verordnete/ d«l>t?„daß die aiZPsUatioNLS von denen kletrvjzvlits.

„Ois und (^omprovinciallbus nachRom ergehen/

„cmch die pailm vor dieErtz-Bischöffe allda ge-„hvlet und dem Römischen stuhl der eyd gelei-„stet werden sollen.

GleichwohlwarenIie concilia noch indem MtiMrwert!) und der auwrität/ daß die creäencjZ, und der c-.nwas zur ?beo1c)Aia gehöret/ bey denen selben ZU-rerMassen/ soweit es der schon sehr verderbtezustand der kirchen nachgab / »r^ret worden/ob wohl der verfall schon gewaltig in das Chri-stenchum eingeMichen war/ und die aber-glaubijche ceremonien immer mehr zunahmen.

Durch bekrieg-und bekehrung der Sach^^°fischen nation/ welche zwar so wldersinnisw derSucksettund grausam gewesen / daß ein gewisser jcc 1-bent saget/K. Carl harre als ein neuer Apo- schwav^/stet mtt eisernen Zungen / (schwerdtetn undbegen) die von dem btut der Widerspensti-gen getröpfelt/ den glauben Chustt ge«prediget; welche von seinen vorfahren ver-stammete manier/ die leure zur Römischen re--ligion zu bekehren/ auch der jetzige König inFranckreich durch die gestiefelten Apestei er-neuren lassen. Dle mrention war gm / dereffect hat am ende auch gezeiget/ daß ein gros-ser anwachs der chnsttlchen kirchen damit ;u--geleger worden; das versehn war aber darin-nen - daß von denen mit vewehrcer saust tme? ib-Priester und vekehrer angeführten sotdaten ih rer v-a zurrer so viel tausend in ihren sündcn um vergibsung ihres blutsin die Hölle gestürtzet worden/die hätten zum Himmel erbauet werden können/wann man sie durch die von dem HeylanoeIEsu Christo und seinen Aposteln vorge-schriebene art hatte zu bekehren gesuchet. De-nen guten kuten zwar schwer zu unterscheiden/ob Carolus nicht mehr ihre guten undfrephelt/ als ihrer fielen heil/ von welchensie so wenig Information bekamen / meptte-te. Doch wurden endlich viele D:stti ü-^-ss^mer und Colieglat -schulen in denen VVefi-»nd schutnuPpp pp Z phä-