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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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852
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852 Des Euro päischen Her o lds erst e Haupt - Handlung

met habe/meldet N)i!ibaldus zur anzeige der Zacharias in seiner tz8 epistel an den Ertz-Pabst Zach«.

SbttuFul- Hoheit > und daß der Francken König des Ab- Bischoff Bonisac^m selbst an / daß er den

ten zu Fulda Verfassung und wUnmion auch zu Mayntz auffgerichteten Metropolitanatdaßdnsiuhlregulirec habe / ist wohl kein zweiffel. Ja/ nicht approbire als eine fache/ die von seinemErWsst Nonisacius selbst hat die ereüion des Ergs resso^t oder ausmachung herrühre / sondern An-kamt auf. stiffts tNayny und die ihme zu derselben de- er graeuliree darzu/ als zu einer fache/ die Köngenschehene einsetzung dem König Carlomann/ zu GOttes ehre gereiche. Da war von "wie vorerwehnt / zu dancken. Worüber her- keiner 6epen6entz die frage/ obgleich Bonifa-nach Pabst Zacharias die cvnkrmation er- cius/ sein großes werck auszurichten / sich mittheilte/aber eben darmit fienge die freyheit der eydes-pflichten dem Römischen stuhl verbundenAirchen- Deutschen beym kicchenregiment an/ einen an- hatte; und daß hernach das Pallium von RomTeutschland stoß zu leidem Denn es war dergleichen conllr- geholet worden/ möchte vielleicht mehr zur geist-leidet nach- mstlon und äepenöentz vondem stuhl zu Rom lichen Hoffart als nothwendigkeit/ und zumtben- Vormahls so unbekandt / als neuerlich es auch prz-juclitz der kirchen angesehen oder auch gedul-war / einen Vicarium öpottollcX potellatis in tet gewesen seyn.diesen Teutschen provinzien zu wissen; was Varonius meynet zwar in seinen ^nnallbusaber auch bald hernach noch vor mehrere prse- 1.9 aä A. 75z., K. Pipinus habe alles ausjucliciu dieser kirchen-freyheit allmählich zuge- Päbstlicher coucellion gethan/ und will diezogen worden/ davon ist nöthig weitere erzeh- policicos lügen strafen/ die vorgeben/ daß er... lung zu thun. jure proprio solches exerciret habe; weil ei-AÄ- Zu Rom fieng man nun an sich des 6omi- ne ausgemachte fache sey/daß die weltliche«ird grosser, nats mehr zu prXvuliren/ und der biß dato noch herrschafften über die kirche nicht herrscheneiniger Massen gegen den Kayferlichen thron könten. Allein/ es ist pernio principü. Wo-zu Constaminopel gehabten unterrhänigkeit her erweiset doch Baronius/daß die geistlich/nsich zu entbrechen : die Longobarden hatten Personen und deren nach menschlichem wahnden grösten theil von Italien inne / der vuca. und ordnung emporgehobenes Oberhaupt dörtus ktomanus und der Lxsrcliat llattirte denen Pabst zu Rom von der weltlichen obrigkeitPabsien ; und da die bilder- stürmer in Ori« gewalt exemc undzügel-loß seyn ? Und wo ste- dem-ent überhand nahmen/ trenneten sich die Latei- hets geschrieben/ daß sie/ wie weltliche Könige/ heClmseyNischen kirchen desto mehr ab. Und als die welche faug-ammen und Patronen der kirchenLongobarden dem Pabste etwa zu beschwerlich sind/ und denen GOtt der HErr umusejue tu unmdwwaren / suchte er hülste bey dem Könige der bulse leges anvertrauet hat/ herrschen sollen /denen Caro- Francken Pipino/ deme der Pabst bey ab- Vosamcm non 5c. Des Apostels Pauli chengeM.lingern zur setzung des zu diesen Händeln ungeschickten spruch : jederman sey unrerthan derClvne. Chtlpericks zu behauptung des Kö- obrigkeit/ die gewalt über ihn hat/ kom.nigreichs förderlich war/ und also einer dem Xlli,ist klar / und werden die/ welche sich5wftbt?as andern einen dienstthat. Und Rönig Carln wider die obrigkert seyen / und GOttesKay'erthum glückte es / die Longobarder aus Italien ordnung widerstreben / über sich ein uu-su verjagen/ und sich selbst anfangs den Pa- theil empfahen. Wir wollen als eine fasttticiat/ hernach mittels so glücklicher geführter in aller großen leute dißfalls ergangenen schnff-waffen und geleisteten schutzes das Kayser- ten gegen das Pabstthum beständig behauple-thum (auch mit andern dem Pabste in heim- ten fache voraus setzen/ daß die enttiehung derlassung gewisser landen und lemegethanengu- Geistlichkeit von der hohen Obrigkeitlichen gL- . ^ttn willen) zu erwerben/ zugleich das ke^num walt wider die natürlichen/ göttlichen alten und -'itzliX aus denen Longobardischen conczueten neuen testaments/ Kayserl. und canonischenMst kriegt auffzurichten. Die vom Pabst ac^uirirten rechte; so wohl wider die csncilia und altenwtt vavon. lande aber bey dem stuhl S. Petri zu erhal- kirchen-satzungen/ wider aller Europaischenten/ließ sich der KönigCarl ausdie /^6vocatiam als moraciorum Qentium völcker decreta z wi-kommscieclizein/ welche noch biß diesestunde der aller Kayser und Könige/ mcht wenigerin den Kayferlichen wähl - capitulacionen fort- mit ihren frommen kirchen-dienem / als weit-geführet wird. lichen Ständen überlegte Ordnungen: widerl>ie clongtio pjpini vor Ursprung ha- die Reichs-jatzungen/ wider aller klugen und«i taug be/ was vor lande darzu gehören / mit was gerechten ^limttrorum und anderer oelehr-Mts. bestände oder unbestande selbige ergangen/ ten ihr bedencken und gutachten streite/ undist weder nöthig noch nützlich allhier in er- dannenhero gantz unrecht und verdammungs-wegung zu ziehen. Wie hat doch K. Pipm würdig sey ?

verschencken können / was nicht sein gewesen ? Und daß die Könige der Francken die macht

Soll die nicht gewt'nnung mehrerer lande vor sich jure klaMatico circa lacra gehabt/

Und leute/ oder der Otiemalischen Kayser ho- über der äusserlichen Verfassung der kirchen und

heit und jurium Pipino angeschrieben werden dero fürsteherzu clispomren/ erhellet aus vor-

als eine schenckung? Wann diese aber Mo hergehenden anzeigungen / daß es aljd viel zu

titulo öc moclo geschehen / was hätte es ge- neue gewesen/ wann Zacharias erstdem pt-

braucht/ daß R. (Larl und pabst L.eo in pino einig recht auftragen wollen/ welches/daß

neue pacta aussuchten dörssen / und worauf es seine vorfahren bey der Römischen tirche in

hätte man nöthig gehabt/ sich der Griechischen diesen Teutschen landen gehabt/ nimmermehr

Monarchie renuncistionen zu versichern ? Aber erwiesen werden kan. Wer mehr hiervon zu

es gehöret dieses sreylich nicht hieher. lesen verlanget/ kan es beym CommZio ciisli 6e

Wieder clufden zustand des kirchen-wesens 6erm. imp. Lpilcopis und anderwerts suchen,

in Teutschland zu kommen / so zeiget Pabst Was es im übrigen mit des Vomjkctt kirchen-

staatischen